Aubauer: EUGH sieht Diskriminierung bei "Zwangspensionierung" 60jähriger Frauen!

Auch den Frauen muss auf deren Wunsch der Job bis 65 erhalten bleiben!

Wien/Luxemburg (OTS) - "Heute soll der EUGH zu einem österreichischen Fall urteilen: Ist es rechtmäßig, dass eine Frau gegen ihren Willen mit 60 Jahren mit der Begründung, sie hätte das gesetzliche Pensionsantrittsalter erreicht, pensioniert wird? Nein, sagt die Generalanwältin des EUGH, deren Vorlage heute von den Richtern entschieden wird! Damit haben wir nun endlich schwarz-auf-weiß bestätigt, worauf wir seit Monaten hinweisen: Wenn eine Frau bis 65 arbeiten will, darf sie nicht mit der Ausrede "Pensionsalter erreicht" in die Pension gezwungen werden", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbund und ÖVP-Seniorensprecherin.

"Dieses Urteil stellt einen Durchbruch für die Frauen in Österreich dar! Seit Monaten weisen wir darauf hin, dass immer mehr Frauen gerne länger arbeiten möchten, dass ihnen dabei jedoch noch immer Steine in den Weg gelegt werden. Damit ist nun Schluss! Betriebsvereinbarungen, die vorsehen, dass "ab dem Zeitpunkt eines möglichen Pensionsantritts das Dienstverhältnis endet", dürfen auf Frauen ab sofort nicht mehr angewendet werden", freut sich Aubauer.

"In Österreich werden Männer Generaldirektoren und Frauen zwangspensioniert. Der EUGH hat heute den ersten Schritt für die Frauen ermöglicht. Nun sollten wir auch ausführlich diskutieren, ob wir das gesetzliche Pensionsantrittsalter der Frauen rascher als bisher geplant an jenes der Männer anpassen", so Aubauer abschließend.

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