Cortolezis-Schlager: Offensivkurs im Hochschulbereich wird fortgesetzt

ÖVP-Wissenschaftssprecherin: Österreich investiert jährlich pro Studierendem um 2.300 Euro mehr als der Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Österreich gibt für die Ausbildung einer Akademikerin/eines Akademikers fast 50 Prozent mehr aus als Deutschland. Pro Jahr investiert Österreich je Studierendem 9.300 Euro. Das geht aus einer Studie des renommierten Bildungsökonomen Dr. Dieter Dohmen hervor, der Deutschland sogar empfiehlt, sich an der Dynamik Österreichs zu orientieren. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Fragestunde an Wissenschaftsministerin Dr. Beatrix Karl. "Wir geben auch im europäischen Vergleich um 2.300 Euro pro Studierendem mehr aus als der Durchschnitt der anderen Mitgliedsstaaten. Trotz der hohen Investition in seinen akademischen Nachwuchs habe Österreich aber im internationalen Wettbewerb durch den ungeregelten Hochschulzugang und die fehlenden international üblichen Studienbeiträge Nachteile. Österreich möchte die Anzahl der Studienplätze ausbauen und die Qualität und Betreuungsrelationen verbessern. Deshalb seien unter anderem ein modernes Zugangsmanagement und die Weiterentwicklung des Stipendiensystems dringend erforderlich.

"Der bisherige Offensivkurs wird fortgesetzt. Bis 2013 wird es jährlich 80 Millionen Euro mehr an Finanzmitteln geben. Diese zusätzlichen Offensivmittel für den Hochschulbereich sind ein weiteres wichtiges Signal des Finanzministers im Bereich der Zukunftsthemen. Sie werden im Sinne eines qualitativ nachhaltigen Wachstums aufgewendet werden, wie dies heute auch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl in der Fragestunde hervorgehoben hat", so die Abgeordnete weiter.

Cortolezis-Schlager wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass seit 2005 die Zahl der Studierenden in Österreich um 26 Prozent gestiegen sei. "In diesem Zeitraum ist auch das Budget für den Hochschulraum um dieselbe Prozentzahl erhöht worden" - eine Tatsache, die in der Öffentlichkeit leider viel zu wenig bekannt sei.

"Die Zukunft der österreichischen Hochschulen erfordert mehr denn je ein gemeinsames Vorgehen - auf der einen Seite im Hinblick auf die Zukunft des Innovations-, Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Österreich, auf der anderen Seite für die Zukunft der Menschen, die an unseren Hochschulen als Studierende, Forschende und Lehrende Leistungen für ihre persönliche und für Österreichs Zukunft erbringen", appellierte die ÖVP-Wissenschaftsministerin an die anderen Parteien. "Unsere Hochschuleinrichtungen werden im internationalen Wettbewerb nur dann gut bestehen können, wenn sie auch gute Rahmenbedingungen vorfinden", schloss Cortolezis-Schlager. (Schluss)

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