AK: Zweckgebunde Förderungen statt hoher Agrarsubventionen!

AK: Zweckgebunde Förderungen statt hoher Agrarsubventionen!

Wien (OTS) - Programme für mehr Beschäftigung im ländlichen Raum fördern
Weg mit den unfairen Direktzahlungen in der Landwirtschaft, hin zu zweckgebundenen Förderungen, etwa für ökologische Landwirtschaft, verlangt die AK. Die EU Kommission plant künftig Direktzahlungen an konkrete ökologische Kriterien zu koppeln. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, so die AK zu dem heute, Donnerstag, erwarteten Entwurf der EU Kommission zur Agrarreform. Denn derzeit kommen die hohen Agrarsubventionen den Großbauern zugute. Die AK hofft, dass der Reformwille der EU Kommission nicht an der Lobby der Agrarindustrie scheitert.

Von den hohen Agrarsubventionen - und hier insbesondere den Direktzahlungen - profitieren vor allem die Großbauern. "Das Missverhältnis zwischen den Förderungen, die kleine und große Bauern bekommen, war bis kurzem deutlich in der sogenannten Transparenzdatenbank zu sehen", sagt AK Agrarexpertin Maria Burgstaller. "Minister Berlakovich hat sie aber vorige Woche nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) gesperrt." Für die AK zu Unrecht. Denn der EuGH habe sich nicht gegen die Veröffentlichung bestehender Daten ausgesprochen. Die vom Gericht geforderte Gliederung der Gelder nach Bezugsdauer, Häufigkeit oder Art werde in Österreich ohnehin schon so umgesetzt, sagt Burgstaller.

Immer weniger Menschen arbeiten hauptberuflich in der Landwirtschaft. Da ist es naheliegend, dass weniger Geld in die Ackerflächen und in den Grundbesitz fließt. "Vielmehr sollen Programme gestärkt werden, die Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum fördern", so Burgstaller. Das heißt: die Umschichtung von reinen Agrarsubventionen (1. Säule) zum Programm ländlicher Entwicklung (2. Säule) und Aufwertung des Programms ländlicher Entwicklung für alle am Land lebenden und beschäftigten EU-Bürger.

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