ORF RSO Wien: Uraufführung des Orchester-Siegerwerkes des Gustav Mahler Kompositionswettbewerbs

Wien (OTS) - Anlässlich der Gustav Mahler-Gedenkjahre 2010/2011 schrieb der Österreichische Komponistenbund in Zusammenarbeit mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Wiener Konzerthaus und dem Musikverlag Doblinger einen internationalen Kompositionswettbewerb in der Kategorie Orchester aus. Die Sieger sind David Philip Hefti, Rita Ueda und David Lukas. Heftis Siegerwerk wird am 25. März 2011 vom ORF RSO Wien im Wiener Konzerthaus uraufgeführt.

Eine Fachjury wählte am 17. Oktober 2010 die Preisträger der Kategorie Orchester (weitere Ausschreibungen gab es für die Kategorien Klavierlied und Klavierquartett). Für die Initiatoren besonders erfreulich waren die große Anzahl an Einreichungen - von Komponistinnen und Komponisten aus 30 Ländern der Welt - und das hohe künstlerische Niveau. Aus den mehr als 260 eingereichten Orchesterwerken wurde "Wendepunkt" des Schweizer Komponisten David Philip Hefti zum Siegerwerk gekürt. Der 2. Platz erging an die Kanadierin Rita Ueda und ihr Werk "as the snowflakes return to the sky". Der tschechische Komponist David Lukas erhielt für "Symphonie No. 1 - Des cauchemars et des reves" den 3. Preis.

Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien wird unter Leitung seines Chefdirigenten Cornelius Meister am 25. März 2011 das Siegerwerk "Wendepunkt" von David Philip Hefti im Wiener Konzerthaus zur Uraufführung bringen. Dieses Konzert wird vom ORF aufgezeichnet und in Ö1 ausgestrahlt. Die Kompositionen von Rita Ueda sowie David Lukas werden vom ORF produziert und, falls von den Preisträgern gewünscht, werden alle drei Siegerwerke vom Wiener Musikverlag Doblinger in Verlag genommen.

Mitglieder der Jury der Kategorie Orchester waren O. Univ. Prof. Klaus Ager (Österreichischer Komponistenbund), Prof. Dr. Rainer Bischof (Internationale Gustav Mahler Gesellschaft), Prof. Ada Gentile (Festival "Nuovi Spazi Musicali", Rom), Mag. Rico Gulda (Wiener Konzerthaus), Cornelius Meister (Chefdirigent RSO Wien), Dr. Angela Pachovsky (Musikverlag Doblinger), Mag. Christian Scheib (ORF, RSO Wien) und em. O. Univ. Prof. Erich Urbanner (Österreichischer Komponistenbund).

Die Preisträger des Gustav Mahler Kompositionswettbewerbs Kategorie Orchester

Der 1975 geborene David Philip Hefti, Gewinner des renommierten George Enescu Wettbewerbes und Preisträger des Witold Lutoslawski Wettbewerbes, "gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Komponisten der Gegenwart" (DRS2). Für sein Werk "Wendepunkt" erhielt er den 1. Preis des Gustav Mahler Kompositionswettbewerbs Kategorie Orchester. Hefti studierte Komposition, Dirigieren, Klarinette und Kammermusik bei Wolfgang Rihm, Cristobal Halffter, Wolfgang Meyer, Rudolf Kelterborn und Elmar Schmid in Winterthur, Zürich und Karlsruhe. Er trat bei den Festivals "Musica de Hoy" in Madrid, "Pablo Casals" in Prades, "EuroArt" in Prag, "Beijing Modern", "Suntory" in Tokyo und als "artist in residence" bei der Musikbiennale von Sao Paulo auf. Konzerte verbinden ihn mit Solisten wie Fabio Di Casola, Thomas Grossenbacher, Thomas Indermühle, Wolfgang Meyer, Sylvia Nopper, Primoz Novsak, Oliver Schnyder, Wen-Sinn Yang und Dirigenten wie David Zinman, Ralf Weikert, Jac van Steen, Michael Sanderling, Cristobal Halffter und Howard Griffiths. Heftis Schaffen bringt ihn zusammen mit der Tokyo Sinfonietta, den Augsburger Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Sao Paulo, dem Ensemble Calliopee Paris, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Collegium Novum Zürich.

Den 2. Platz belegt die 1963 geborene Rita Ueda mit ihrem Stück "as the snowflakes return to the sky". Die Komponistin, Sounddesignerin und Musiklehrerin lebt im kanadischen Vancouver. Zu ihren jüngsten Werken zählen u.a. "forty years of snowfall will not heal an ancient forest" für das Vancouver Symphony Orchestra, "Tokei no Oto Nimo" (In the Sound of a Clock) für Musica Intima, oder "Still Shaking from the Latte", ein Solo-Klavierstück für Misuzu Kitazumi Burns. Als Sounddirector arbeitete sie für zahlreiche Film- und DVD-Produktionen wie "The Encyclopaedia of British Columbia" oder "Masks: Faces of the Pacific". Rita Ueda studierte Komposition und Sounddesign an der Simon Fraser University und am California Institute of the Arts. Zu ihren Lehrern zählten u.a. Rudolf Komoros, Rodney Sharman, Wadada Leo Smith, Morton Subotnick und David Rosenboom.

Der dritte Platz geht an den 1981 im tschechischen Hlinsko geborenen Komponisten und Dirigenten David Lukas für seine "Symphonie No. 1 - Des cauchemars et des reves". Lukas entdeckte früh die Liebe zur Musik und widmete sich schon in jungen Jahren dem Violinspiel und der Komposition. Am Konservatorium in Pardubice begann er mit der Dirigentenausbildung, die er am Staatlichen Konservatorium in Prag erfolgreich abschloss. Parallel dazu studierte er privat Komposition. Als Dirigent arbeitete er mit verschiedenen Orchestern in Tschechien und ist seit 2009 Chefdirigent das Bohemian Symphony Orchestra Prague. Als Komponist feierte er bereits frühe Erfolge. Seine fünf Werke für Streicher wurden bei Alliance Publications, Inc verlegt. Gemeinsam mit dem Litomysl Symphony Orchestra fand 2002 die Welturaufführung seiner "Rhapsody for Symphony Orchestra" statt. Weitere Uraufführungen seiner Werke folgten in Tschechien und in den USA. Zu seinen Kompositionen zählen Werke für Kammerorchester, Kammerensembles, Solisten und für Chöre.

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