ARBÖ: Autokosten doppelt so hoch gestiegen als Lebenshaltungskosten

Trotzdem halst Regierung Autofahrern und ihren Familien die Hauptlast des Sparpakets auf

Wien (OTS) - Die Autokosten sind heuer doppelt so stark gestiegen als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Zwischen Jänner und Oktober haben die Autokosten um vier Prozent zugelegt, die Inflationsrate um 1,76 Prozent, rechnet der ARBÖ aufgrund der Zahlen der Statistik Austria vor. "Obwohl die Autofahrerinnen und Autofahrer sowieso schon einen enormen Belastungsschub verkraften mussten, halst ihnen die Regierung jetzt auch noch die Hauptlast des Sparpakets auf. Aufgrund des sinkenden Euro droht zum allen Überdruss auch noch eine weitere Verteuerung der Spritpreise, die zur hausgemachen Mineralölsteuerhöhung noch dazu kommt", kritisiert der ARBÖ. "Das Mindeste ist ein Härteausgleich für Pendlerinnen und Pendler sowie ihre Familien, die von den bisherigen und künftigen Teuerungen am härtesten betroffen sind", fordert der ARBÖ in seiner Stellungnahme zum Sparpaket, dessen Begutachtungsfrist heute zu Ende geht.

Als Mindestmaßnahmen fordert der ARBÖ eine Erhöhung und Reform der Pendlerpauschalen, ein unverändertes Kilometergeld von 42 Cent, ein Beibehalten der NoVA-Befreiung für Autokäufer mit Körperbehinderung und für die höheren NoVA-Strafzuschläge eine Übergangsfrist bis Mitte 2011. Konkret sollen die Pendlerpauschalen um 15 Prozent erhöht und so reformiert werden, dass auch die Wenigverdiener etwas davon haben, am einfachsten, indem man die Pendlerpauschalen in einen Fixbetrag für jeden Kilometer zwischen Arbeitsplatz und Wohnort umwandelt, ganz unabhängig vom Einkommen. "Eine Erhöhung der Pendlerpauschalen um nur fünf Prozent ist einfach viel zu wenig. Darin stimmen wir mit der Arbeiterkammer ebenso überein, wie mit der nötigen Umwandlung der Pendlerpauschalen", so der ARBÖ.

Empfindlich verteuert haben sich im Laufe dieses Jahres nicht nur die Spritpreise, die um stolze 12,4 Cent pro Liter Diesel (plus 12,9, Prozent )und 17,6 Cent pro Liter Benzin (plus 14 Prozent) angezogen haben. Überdurchschnittlich verteuert haben sich im Oktober auch Lastenträger (plus 17,9Prozent), Parkgaragen (plus acht Prozent), Material für Bremsen (plus 5,7Prozent), das Ölservice (plus 5,5Prozent), das "Pickerl" (plus fünf Prozent), das Reifenservice (plus 4,6 Prozent) sowie die Spengler bzw. die Elektrikerstunde (plus 4,1Prozent).

Tabelle Monate Inflationsrate Autokosten ---------------------------------------- Jänner 1,2 4,1 Februar 1,0 3,2 März 2,0 5,4 April 2,0 5,6 Mai 1,9 5,0 Juni 2,0 3,4 Juli 1,9 3,5 August 1,7 2,8 September 1,9 3,4 Oktober 2,0 4,0 Im Schnitt 1,76 4,04

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