ÖGB: Bei Arbeitszeiten sind Unternehmen gefragt

Schlechte Planung nicht auf Rücken der ArbeitnehmerInnen abladen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die heute präsentierte Studie der Unternehmensberatung Czipin Consulting macht einmal mehr deutlich, dass die Arbeitszeitfrage sehr oft jenseits jeder Realität diskutiert wird", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar. "Schlechte Ausschöpfung der bereits bestehenden rechtlichen Möglichkeiten und schlechte Planung machen manche Unternehmen offenbar glauben, die Arbeitszeiten wären nicht flexibel genug."++++

Pro Jahr und Mitarbeiter gingen, so die Studie von Czipin Consulting, 91 Arbeitstage in Österreich als unproduktiv verloren, im Jahr 2008 seien es 84 Tage gewesen. "Dass Arbeitszeit ineffizient verstreicht ist nicht die Schuld der Beschäftigten, sondern liegt an Management-Fehlern, das ist auch ein Ergebnis der Studie", so Foglar. "Anstatt also immer wieder die Flexibilisierung der Arbeitszeiten zu verlangen wäre es an der Zeit, die derzeitigen Arbeitszeiten besser zu planen."

Wenn Unternehmen von Flexibilisierung sprechen, würden sie in erster Linie längere Arbeitszeiten bei Entfall der Überstundenzuschläge meinen. "Dass der ÖGB und die Gewerkschaften dem nicht zustimmen werden, haben wir mehr als ein mal deutlich gemacht", sagt Foglar. "Die aktuelle Studie über die produktive Nutzung von Arbeitszeit macht außerdem deutlich, dass in erster Linie die Unternehmen gefordert sind, ihre Arbeitszeitplanung massiv zu verbessern."

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