Jede Menge Hürden bis zu einem inklusiven Europa

Im Rahmen einer Konferenz der Europäischen Blindenunion wurde in Wien erstmals das neue EBU-Logo präsentiert

Wien (OTS) - Zum ersten Mal wurde gestern im Rahmen der Eröffnung einer derzeit im Europahaus stattfindenden Konferenz der Europäischen Blindenunion das neue Logo der EBU der Öffentlichkeit präsentiert. Die hundert blinden bzw. sehbehinderten TeilnehmerInnen der Tagung konnten das frische und peppige Markenzeichen entweder stark vergrößert am Computer bestaunen oder in Form eines auf Papier aufgebrachten Schaumstoffes "begreifen".

Das neue Markenzeichen zeigt ein Auge als Symbol für die Kampagnen der nichtstaatlichen und gemeinnützigen Organisation blinder und sehbehinderter Menschen aus 45 europäischen Ländern zur Verteidigung der Rechte betroffener Menschen innerhalb Europas. Gleichzeitig steht das Logo aber für das EBU-Ziel, die visuelle Präsenz und das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schärfen. Im Auge befinden sich die Buchstaben "EBU", darunter der Werbeslogan "Die Stimme blinder und sehbehinderter Menschen Europas".

"Die EBU strebt eine inklusive Gesellschaft an, in der gleiche Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe für blinde und sehbehinderte Menschen bestehen", heißt es in den Zielen der Europäischen Blindenunion. Dementsprechend heißt das Motto der Tagung: "Ein inklusives Europa: Personen mit Behinderungen, ein positives Humankapital in der heutigen Gesellschaft."

Der Gedanke eines inklusiven Europas zog sich auch quer durch die Eröffnungsansprachen von Dr. Eva Lichtenberger (Mitglied des Europäischen Parlaments), Mag. Manfred Pallinger (Sektionschef im Sozialministerium), Mag. Gerhard Höllerer (Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes), Belinda Pyke (Europäische Kommission, Direktorin für Chancengleichheit von Männern und Frauen, gegen Diskriminierung und Zivilgesellschaft) sowie Vaclav Polasek (Beisitzer im EBU-Präsidium). Bis es jedoch so weit ist, gilt es, noch jede Menge Hürden aus dem Weg zu räumen.

Damit beschäftigen sich die TagungsteilnehmerInnen noch bis morgen Sonntag zu den Themenkreisen Eingliederung von Menschen mit Behinderungen im Generellen und insbesondere mit Sehbehinderungen am Arbeitsmarkt, rechtliche Rahmenbedingungen der Inklusion (v.a. UN-Behindertenrechtskonvention), technologische Voraussetzungen und Unterstützungen, Kommunikation von blinden und sehbehinderten Menschen in unserer Informationsgesellschaft, Mobilität und Verkehrssicherheit, europaweite Vernetzung der NGO's sowie Behinderung im Alter.

Das neue EBU-Logo ist unter http://www.blindenverband.at abrufbar.(Schluss).

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Mag. Raimund Lunzer, PR-Referent
Österreichischer Blinden- und Sehbehindertenverband (ÖBSV)
Tel. 0664 / 140 11 77
pr@blindenverband.at
http://www.blindenverband.at

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