LH Dörfler: Tunnelkoalition zwischen Kärnten und Laibach muss Fehlplanung und Fehlprojekt Karawankentunnel verhindern

Infrastrukturgipfel in der vergangenen Woche zwischen Kärnten und Laibach war wichtig, um gemeinsame Position zu definieren.

Klagenfurt (OTS) - Landeshauptmann Gerhard Dörfler sieht die Abhaltung des Infrastrukturgipfels, der in der vergangenen Woche in Laibach stattgefunden hat und an dem auch der slowenische Verkehrsminister Patrick Vlacic teilgenommen hat, bestätigt. "Wie die aktuellen Aussagen von Infrastrukturministerin Doris Bures zeigen, war es extrem wichtig, dass ich in der vergangenen Woche bei meinem Laibachbesuch mit dem Slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlacic zusammengetroffen bin und wir über für beide Länder wichtige Infrastrukturprojekte, besonders über die Errichtung einer zweiten Röhre des Karawankentunnels gesprochen haben", fasst Dörfler zusammen.

Nachdem Infrastrukturministerin Doris Bures im Rahmen ihres Ausbauplans für Verkehrsinfrastrktur gestern bekannt gab, dass für den Karawankentunnel nicht der Bau einer zweiten Röhre, sondern nur eine sicherheitstechnische Adaptierung geplant sei, sei nun dringendes Handeln notwendig. "Eine sicherheitstechnische Adaptierung bedeutet nichts anderes, als dass ein Rettungsstollen errichtet wird. Dies wäre nicht nur für Kärnten eine inakzeptable Lösung, sondern auch für die Verkehrsroute von Deutschland über Salzburg und Kärnten bis nach Kroatien", so Dörfler. Hinzu komme der Sicherheitsaspekt. Eine EU-Richtline besagt nämlich, dass bis April 2019 Tunnel mit einem Verkehrsaufkommen von über 10.000 Fahrzeugen pro Tag mit einer zweiten Röhre ausgestattet sein müssen.

"Es ist dringend notwendig, eine grenzüberschreitende Tunnelkoalition zu bilden und gemeinsam für die zweite Autobahnröhre des Karawankentunnels von der A11 zu Slowenien zu kämpfen", stellt Dörfler fest. So soll es, wie bereits von Landeshauptmann Dörfler mitgeteilt, gemeinsam mit dem slowenischen Verkehrsminister ein Memorandum bzw. eine Resolution geben, damit diese Karawankentunnel-Fehlplanung gestoppt wird und dass anstatt eines Rettungs- und Sicherheitsstollens eine zweite Röhre für den Vollverkehrsbetrieb geplant und gebaut wird.

"Ein Rettungstunnel kommt für uns überhaupt nicht in Frage. Es wäre eine Pleiteerklärung der österreichischen Infrastrukturpolitik, wenn diese internationale Verkehrsverbindung von Deutschland über Salzburg und Kärnten durch Slowenien nach Kroatien ein einziges Nadelöhr, nämlich jenes im Bereich der Verbindung zwischen Kärnten und Slowenien, hätte", zeigt Dörfler auf. Diese Fehlinvestition und Fehlplanung müsse deshalb ehest möglich gestoppt werden. "Ich fordere Bundesministerin Bures auf, gemeinsam mit der Asfinag umgehend die Planung einer zweiten Autobahnröhre für den Karawankentunnel in Auftrag zu geben", so Dörfler abschließend.

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