Wissenschaftskonferenz Österreich: Es geht um Existenz und Gesamtbeitrag

Die unabhängigen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen formieren sich als Sektor

Wien/Salzburg (OTS) - Die Proponenten der Plattform
Wissen/schafft /Österreich formieren sich als Verein, um die öffentliche Sichtbarkeit der Leistungen des Sektors zu erhöhen und Wissenschaftsministerium und Bundesregierung als organisierte Ansprechpartner gegenüber treten zu können. Der Verein wurde mit dem Namen "Wissenschaftskonferenz Österreich - Verein der unabhängigen wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsorganisationen Österreichs" angemeldet, die adäquate englische Übersetzung ist "Science Conference Austria".

Enormer Erfolg: 10.000 Unterschriften

Die Plattform Wissen/schafft /Österreich wurde in weniger als einer Woche von mehr als 10.000 Personen unterzeichnet. "Wir haben anfänglich mit 600 oder 800 Unterschriften gerechnet, dass es nach 6 Tagen schon mehr als 10.000 sind, zeigt, wie relevant die Arbeit der Einrichtungen von der Öffentlichkeit angesehen wird" meint Peter A. Bruck, Initiator der Plattform und wissenschaftlicher Gesamtleiter der Research Studio Austria Forschungsgesellschaft (RSA FG). Die Plattform verzeichnet unter http://wissenschaft.research.at stündlich weiter Einträge.

Beispiel Sozialwissenschaften: Unabhängiger Sektor doppelt erfolgreich

Der freie Wissenschafts- und Forschungssektor ist bislang nicht organisiert und daher für viele nicht überschaubar. Dennoch erbringt er enorme Leistungen. So werden 2/3 aller EU-Forschungsgelder in den Sozialwissenschaften von unabhängigen Forschungsinstituten nach Österreich geholt. "Österreich ist in der Stärke der außeruniversitären Forschung führend in Europa. Wir werben doppelt so viele Forschungsgelder in den Sozialwissenschaften wettbewerblich aus Brüssel ein wie die Universitäten" sagt Josef Hochgerner, Direktor des Zentrums für Soziale Innovation.

Wissenschaftskonferenz als Pentant der Uni-Konferenz

Die "Wissenschaftskonferenz Österreich" soll die Stärke des Sektors in der Mitteleinwerbung sichtbar machen, die Flexibilität in der Durchführung zeigen und die Sparsamkeit in der Mittelverwendung kommunizieren. "Wir alle im unabhängigen Forschungssektor arbeiten mit den Universitäten bestens zusammen, aber die Sichtbarkeit der Rektoren, die um die Mittel für die Unis kämpfen, braucht ein Pendant aus unserem Bereich" so Jörg Flecker, Leiter von FORBA.

Kosten des "Wissenschaftscrash" für Österreich: 100 Millionen Euro

Der freie Wissenschaftssektor, der über Jahrzehnte aufgebaut wurde, droht mit der Umsetzung des Loipersdorfer Budgetentwurfs innerhalb von nur 2 Monaten kahlgeschlagen zu werden. "Das ist eine massive Wertvernichtung und ein Problem für das Gesamtsystem", meint Peter A. Bruck, der als erster Präsident der Wissenschaftskonferenz fungieren wird. "Alleine durch die direkte Mitteilung der kompletten Einstellung der Finanzierung wird eine Spirale der Negativentwicklung in Gang gesetzt, die schnell in einem Wissenschaftscrash für Österreich resultieren kann", fügt Bruck hinzu. "Das kann Österreich mehr als 100 Millionen Euro an Forschungsgeld kosten, denn so viel holen die Einrichtungen durch Ko-finanzierte-Forschung aus EU-Programmen zurück".

Wissenschaftskonferenz: Ansprechpartner des BMWF und Gründer

Die "Wissenschaftskonferenz Österreich" bietet sich dem Wissenschaftsministerium für Gespräche über einen Gesamtplan an. Zu den Gründern gehören folgende wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsorganisationen: Zentrum für soziale Innovation (ZSI), Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA), Österreichisches Institut für Internationale Politik (ÖIIP), Österreichisches Forschungsinstitut für Artificial Intelligence (ÖFAI), Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK), Research Studios Austria Forschungsgesellschaft (RSA FG)

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Mag. Birgit Baumgartner, Forschungskommunikation, RSA FG |
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