Industrie begrüßt Europäische Energiestrategie

IV-GS Koren: Wichtige Initiative, aber Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie muss erhalten bleiben - Oberste Priorität für Energieinfrastruktur

Wien (OTS/PdI) - Als wichtige Initiative zur Umgestaltung des europäischen Energiesystems, jedoch mit Mängeln bei der Wettbewerbsfähigkeit bezeichnet die Industriellenvereinigung (IV) die Europäische Energiestrategie, die von EU-Kommissar Günther Oettinger heute, Mittwoch präsentiert wurde. "Um Wachstum und Wohlstand nachhaltig zu garantieren, müssen wir das Dreieck - Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit - auflösen. Und dabei darf keiner der drei Faktoren zu kurz kommen", so IV-Vize-Generalsekretär Mag. Peter Koren heute, Mittwoch.

Als wichtigste Säule in einem nachhaltigen Energiesystem begrüßt die IV den Schwerpunkt Energieeffizienz. Aus Sicht der IV bedarf es massiver Anstrengungen in den Bereichen Raumwärme und Verkehr, da dort die größten Einsparungspotenziale gehoben werden können. Die Industrie hingegen wird bereits jetzt durch den Kostendruck des Emissionshandels zum Energiesparen gezwungen.

"Um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Europa zu bewahren, muss sichergestellt werden, dass der Endverbraucher erschwingliche Energiepreise erhält. Dafür werden mittelfristig fossile Energieträger und der Ausbau der entsprechenden Infrastruktur wie die Nabucco Pipeline unverzichtbar sein", so Koren weiter.

"Die Zeiten nationaler Energiemärkte sind endgültig vorbei. Nicht zuletzt zur Integration Erneuerbarer Energie muss der Energieinfrastruktur oberste Priorität im Planungsrecht eingeräumt werden. Wir brauchen einen klaren Vorrang des öffentlichen Interesses vor lokalen oder privaten Interessen - Lippenbekenntnisse der Politik sind nicht genug.", so Koren. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien sieht die IV große Chancen in Österreich im Bereich der Pumpspeicherkraftwerke.

Investitionen in Forschung, Entwicklung und technologische Innovation sind von immenser Bedeutung, um die Energieversorgung in Zukunft gewährleisten zu können. Ein Strukturwandel im Energiebereich kann aus Sicht der IV nur über neue Technologien erfolgen und hier darf die europäische Industrie gegenüber China oder den USA nicht die Marktführerschaft verlieren.

"Aufgabe der Politik ist es nun, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und eine gemeinsame europäische Energiepolitik zu verwirklichen, statt nationale Schrebergartenpolitik zu betreiben", so der IV-Vize-Generalsekretär abschließend.

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