GPA-djp Fetik fordert bei internationalem Gewerkschaftskongress Reform der globalen Finanzarchitektur

Gewerkschaftsdachverband UNI Global Union tagt in Nagasaki

Wien (OTS/ÖGB) - "Nach der Krise ist vor der Krise, wenn es nicht gelingt die Finanzwirtschaft wieder zu ihrer ursprünglichen Aufgabe der Finanzierung der Realwirtschaft zurück zu führen", so Ilse Fetik, stv. Vorsitzende der GPA-djp, bei ihrer Rede auf dem 3. Weltkongress von UNI Global Union, der gewerkschaftlichen Dienstleistungsinternationale, der parallel zum G-20 Gipfel der Regierungschefs in Seoul von 9. bis 12. November in Nagasaki/Japan tagt.++++

Im Zentrum der Diskussionen der mehr als 2.000 TeilnehmerInnen, darunter 725 Dele-gierte von mehr als 350 Gewerkschaften aus 80 Ländern: die globale Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die von unzureichend regu-lierten Märkten und darauf basierende Spekulationen ausgehen und die Notwendigkeit, rasch die richtigen politischen Antworten zu finden.

Ilse Fetik forderte in ihrer Rede unmissverständlich, dass sich die Finanzwirtschaft endlich wieder in den Dienst der Realwirtschaft stellen müsse. Es gehe nicht um die Reparatur der Krisenfolgen, sondern um eine umfassende Reform der globalen Finanzarchitektur:
"Jetzt müssen wirksame Vorkehrungen getroffen werden, damit solche Krisen nicht mehr entstehen können und die ArbeitnehmerInnen nicht mehrfach für die Krisenlösung zur Kasse gebeten werden."
"Die Profitgier von verantwortungslosen Spekulanten und nur auf kurzfristigen Gewinn ausgerichteten Bankmanagern muss endlich unterbunden werden. Wirksame Regulierung und die Verstärkung der Eigenkapitalbasis sind notwendig. Auch ein Finanzierungsbeitrag der Banken zur Bewältigung der Krisenkosten ist gerechtfertigt", so Fetik weiter.

Fetik unterstrich auch, dass diese Maßnahmen keineswegs auf dem Rücken der weltweit hunderttausenden Beschäftigten in den Banken ausgetragen werden dürfen: "Denn nur die Angestellten können das Vertrauen der Kunden in eine funktionierende Finanzwirtschaft durch eine fachlich kompetente, bedürfnisorientierte Beratung zurückgewinnen. Dann wird sich das angeschlagene Image der Banken wieder nachhaltig verbessern."

Der 3. UNI-Weltkongress tagt noch bis 12. November. Auf der Tagesordnung stehen die Schaffung neuer Spielregeln für die globale und europäische Wirtschaft, der Kurswechsel in der globalen Ausrichtung des Welthandelsregimes sowie die soziale Gestaltung der Globalisierung und die Eindämmung der Macht multinationaler Konzerne. UNI Global Union ist der internationale Dachverband von mehr als 900 Gewerkschaften in Dienstleistungssektoren, die weltweit mehr als 20 Millionen Mitglieder in 146 Ländern vertritt. Auch die GPA-djp ist eine zahlenmäßig stark vertretene Mitgliedsorganisation von UNI Global Union. Wolfgang Katzian ist seit 2003 Mitglied im Präsidium von UNI Europa vertreten und wurde beim 3. Weltkongress in seiner Funktion als Mitglied im UNI-Weltvorstand bestätigt. Weiters sind aus Österreich auch andere Gewerkschaften (GPF, Vida, GdG-KMSfB) Mitglied bei UNI Global Unions.

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