Schwentner: Regierung lässt Pendlerinnen im Stich

Grüne fordern Absetzbetrag statt PendlerInnenpauschale

Wien (OTS) - "Wenn die Regierung die Erwerbstätigkeit von Frauen fördern möchte, dann müssen gerade den NiedrigverdienerInnen die höheren Fahrtkosten ersetzt werden. Sonst wird der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern noch weiter steigen. Frauenministerin Heinisch-Hosek muss sich hier um eine frauenfreundlichere Lösung bei der Pendlerpauschale bemühen", fordert die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner und schließt sich damit der Kritik der Arbeiterkammer Oberösterreich am Regierungsentwurf für die Pendlerpauschale an. Denn der Großteil der gut verdienenden männlichen Arbeitnehmer würde sich die erhöhten Fahrtkosten mit dem PendlerInnenpauschale über die Lohnsteuer wieder zurückholen können. NiedrigverdienerInnen hingegen würden fast zur Gänze auf den zusätzlichen Kosten sitzen bleiben. "Es wäre wesentlich gerechter das PendlerInnenpauschale und den PendlerInnenzuschlag in einen Absetzbetrag umzuwandeln, der sich an der Höhe der tatsächlichen Fahrtkosten richtet. Denn es ist nicht einzusehen, warum ausgerechnet NiedrigverdienerInnen einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens für die Fahrtkosten zur Arbeit ausgeben müssen", meint Schwentner.

"Vor allem Frauen, die in Teilzeit- oder in Niedriglohnbranchen arbeiten, wird das Pendeln in Zukunft noch teurer kommen. Denn die Anhebung des PendlerInnenzuschlags um sechs Euro federt nur einen kleinen Teil der jährlichen Mehrkosten beim Pendeln ab. Das ist nicht nur unsozial, sondern auch frauendiskriminierend", so Schwentner. Wer fünf Mal die Woche mit einem PKW eine Strecke von 40 km (Hin- und Rückweg) zur Arbeit fährt, wird ab 2011 allein schon aufgrund der Erhöhung der Mineralölsteuer um vier Cent (Benzin) bzw. fünf Cent (Diesel) pro Liter Treibstoff Mehrausgaben in der Höhe von 20 bis 30 Euro haben. Während diese Erhöhung beim PendlerInnenzuschlag für alle pauschal nur sechs Euro beträgt, führt das PendlerInnenpauschale zu einer Lohnsteuerersparnis, die umso höher ausfällt, je höher das monatliche Gehalt ist.

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