Sachleistung bei Pflege funktioniert nicht

System ist teurer als Pflegegeld und birgt zahlreiche Gefahren für Betroffene

Wien (OTS) - "Das von Sozialminister Hundstorfer angestrebte Sachleistungskonzept im Pflegebereich funktioniert nicht. Dies beweist einmal mehr der gestrige Beitrag in der ORF-Sendung Report
( http://www.ots.at/redirect/Pflege-Bumerang )", erklärt ÖZIV Präsident Klaus Voget. "Wenn die Unterbringung in Pflegeheimen für die Betroffenen nicht gesichert ist und weiterhin Angehörige zur Kassa gebeten werden, obwohl der Regress abgeschafft wurde, dann stimmt etwas im System nicht. Die verantwortlichen Politiker sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass ein voll ausgebautes Sachleistungssystem wesentlich teurer kommt, als das System des Pflegegeldes."

Valorisierung im Sozialausschuss abgelehnt

Betroffen zeigt sich der ÖZIV Präsident, dass bei der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses im Parlament die jährliche Valorisierung des Pflegegeldes abgelehnt wurde. Besonders empört ihn die Aussage von SPÖ-Abgeordneten Johann Hechtl, der meinte, dass eine Inflationsanpassung den Budgetrahmen sprengen würde: "Das Pflegegeld hat mehr als 20 Prozent an Wert verloren, der Zugang wird in Zukunft erschwert und der Sozialminister will, dass die Bezieher Sachleistungen zukaufen. Von was sollen sie das denn tun, wenn das Pflegegeld weiterhin immer weniger wert ist? Im Budget ist genug Spielraum, um das Pflegegeld der Inflation anzupassen und den Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen."

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