OTS: Fekter: Unglaubliche Entgleisung des Türkischen Botschafters in Österreich

Für einen Botschafter unwürdig sein Gastland so zu attackieren

Wien (OTS) - Innenministerin Fekter ist über die heutigen Aussagen des Türkischen Botschafters in Österreich in der Tageszeitung "Die Presse" schwer verwundert. "Es ist eine unglaubliche Entgleisung und eines Botschafters unwürdig sein Gastland so zu attackieren", ist die Innenministerin erzürnt.

Man nehme aber zur Kenntnis, dass nun auch der Türkische Botschafter akzeptiert, dass vor allem innerhalb der türkischen Gemeinde Integrationsdefizite bestehen. Studien belegen den Aufholbedarf sehr deutlich. 2009 hatten 68% der türkischen Migrantinnen und Migranten keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung. Nur 54% der türkischen Migrantinnen und Migranten waren 2009 erwerbstätig. Bei den Türkinnen nahmen sogar nur 39% am österreichischen Erwerbsleben teil.

"Ich erkenne in den Aussagen des Botschafters keinen positiven Beitrag Integration aktiv zu gestalten", so Fekter weiter. "Gerade weil sich 70% der türkischen Migrantinnen und Migranten derzeit stärker der Türkei als Österreich zugehörig fühlen, wäre es viel mehr an der Zeit sich hier positiv einzubringen."

Der Nationale Aktionsplan für Integration, den die Bundesregierung im Jänner dieses Jahres beschlossen hat, will Defizite bei Sprache und Qualifikation von Migrantinnen und Migranten aktiv aufarbeiten und die Innenministerin erwartet sich hier diesbezüglich auch positive Beiträge aller in Österreich legal lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. "Ich lasse mir die gute Arbeit und das Bemühen der Bundesregierung und der Verantwortlichen in den Bundesländern und Gemeinden nicht schlecht reden", so Fekter.

"Es steht einem Botschafter im Übrigen nicht zu die Kompetenzaufteilung innerhalb der Österreichischen Bundesregierung zu bewerten, die das Parlament beschlossen hat", schließt Fekter.

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