Handelsverband fordert Steering Committee für echte Kollektivvertragsreform

Mumelter: Nach Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen nicht in Untätigkeit zurücksinken!

Wien (OTS) - Nachdem heute Mittwoch die voraussichtlich letzte
Runde in den Kollektivvertragsverhandlungen für den österreichischenHandel stattfinden wird, sei den Beteiligten auf Unternehmens- und auf Arbeitnehmerseite dringend geraten, sich nicht auf etwaigen Lorbeeren auszuruhen, erklärt Dr. Stefan Mumelter, Generalsekretär des Österreichischen Handelsverband: "Es war zweifellos pragmatisch und richtig, die Verhandlungen nicht mit allen anstehenden Fragen des Kollektivvertragsrechts zu überladen, wie dies auch der Handelsverband immergefordert hat." Aber nun gehe es um echte Reformansätze mit Mut und Weitblick, denn Baustellen gebe es im Rahmenrecht genug.

Dabei gehe es insbesondere um die längst überfälligeVereinfachung des Zuschlags- und Mehrstundenabrechnungssystems im Handel. "Unbelastet von den Tarifvertragsritualen müssen transparente, unbürokratische und für alle nachvollziehbare Spielregeln geschaffen werden", so Mumelter. Der über Jahrzehnte gewachsene Wildwuchs sei im Ergebnis oft ungerecht und niemandem mehr zu erklären. Mumelter werde daher in den nächsten Wochen Gespräche mit allen Beteiligten anstrengen, um die Bildung eines hochrangig besetzten Steuerungskomitees für eine Reform des Kollektivvertragswesens im Handel vorzuschlagen. "Durch Untätigkeit würden wir wichtige Chancen verpassen, nicht zuletzt auch Spielräume zur leistungsgerechteren Entlohnung unserer jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handel zu schaffen, sowie das Lehrlingswesen zu stärken", warnt Mumelter. Seine Einladung zum offenen Dialog und zur ernsthaften Weiterarbeit ergehe daher an alle, denen an der Zukunft des österreichischen Einzelhandels gelegen ist. "Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir bis zur nächsten Herbstlohnrunde gemeinsam ein sauberes Reformpaket schnüren können", so Mumelter abschließend.

Der Handelsverband wurde vor neunzig Jahren gegründet und ist heute eine freiwillige Interessenvertretung von mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Er nimmt die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr. Darüber hinaus versteht sich der Verband als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum sowiePlattform für den politischen, rechtlichen und technologischen Dialog und Informationstransfer. Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln setzt der Handelsverband Standards und fördert das Qualitätsbewusstsein und Vertrauen der Konsument/innen zum Handel.

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