- 09.11.2010, 13:18:09
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Innovation im Dienste einer bürgernahen Landesverwaltung
LH Sausgruber: E-Government erspart Amtswege und Wartezeiten
Bregenz (OTS/VLK) - Die Vorarlberger Landesverwaltung arbeitet
weiter an der Erweiterung und Verbesserung ihrer
E-Government-Angebote. "Das ist Innovation im Dienste der Bürgernähe,
weil dadurch Amtswege und Wartezeiten eingespart werden können",
sagte Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Dienstag, im
Pressefoyer.
Auf der Homepage www.vorarlberg.at gibt es schon 150 Links zu
Serviceleistungen des Landes, die vollständig elektronisch
abgewickelt werden - Förderungen, Betriebsgründungen oder
Anlagengenehmigungen, von den Bereichen Bauen und Wohnen bis Freizeit
und Sport. Im laufenden Jahr sind schon fast 11.000 Anträge via
Web-Formular beim Land eingegangen. Zu den meistverwendeten gehören
die Bestellformulare der Landesbibliothek, die Gewerbeanmeldung sowie
Förderanträge für Studienaufenthalte im Ausland.
Mit diesem vielfältigen Angebot nimmt Vorarlberg in Sachen
E-Government im Ländervergleich eine federführende Position ein,
bekräftigten Landesamtsdirektor Günther Eberle und
Informatik-Abteilungsvorstand Thomas Gayer. Weitere Verbesserungen
gibt es im Sinne einer sicheren und nachweisbaren elektronischen
Zustellung und bei den sozialen Verfahren.
Das System der Dualen Zustellung bietet dem Land und den Gemeinden
den Vorteil einer einheitlichen Schnittstelle für die elektronische
nachweisliche Zustellung und Papierzustellung. Die Empfänger können
ihre Dokumente quasi elektronisch weltweit rund um die Uhr online
abholen. Voraussetzungen dafür sind die Bürgerkarte und die
Registrierung bei einem Zustelldienst. Derzeit werden beim Land die
Anonymverfügungen, Mahnungen, RSb-Schreiben aller vier
Bezirkshauptmannschaften und die Wohnbeihilfen über die Duale
Zustellung abgewickelt, ab 1. Jänner 2011 auch die RSa-Schreiben. Die
Gemeinden versenden über die Duale Zustellung hauptsächlich
Vorschreibungen und Bescheide aus dem Bereich Steuern und Abgaben.
Seit Anfang Oktober ist auch das Amt der Vorarlberger Landesregierung
über die autorisierten Zustelldienste erreichbar, sodass eine
nachweisliche Zustellung von Dokumenten in beide Richtungen möglich
ist.
Ab 1. Jänner 2011 müssen elektronisch versendete Dokumente eine
Amtssignatur tragen, die durch eine Bildmarke im Dokument ersichtlich
ist. Der Empfänger kann dadurch überprüfen, dass ein Dokument von
einem Auftraggeber des öffentlichen Bereiches stammt und nicht
verändert worden ist. Die betroffenen IT-Anwendungen des Landes
werden derzeit für den Einsatz der Amtssignatur vorbereitet.
In den ersten Monaten des Jahres 2011 läuft auch die Pilotphase
des Projektes SOVA (Soziale Verfahren automatisiert) an. Im
Vollausbau sollen pro Jahr etwa 80.000 Anträge mit einem
Fördervolumen von rund 35 Millionen Euro auf elektronischem Wege
weitgehend automatisch abgewickelt werden.
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