WKÖ-Pichler: Summe an Belastungen kann nicht von den Banken alleine getragen werden

Wirtschaftliche Grundsätze können nicht außer Kraft gesetzt werden

Wien (OTS/PWK855) - Zu den heutigen Aussagen von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder hält der Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich, Herbert Pichler, fest, "dass die Banken sicherlich bereit sind, einen gewissen Beitrag zur Budgetsanierung zu leisten. Angesichts der Fülle an Belastungen aber, die derzeit den Banken aufgelastet werden soll, ist völlig klar, dass ein derartiges Ausmaß nicht von den Banken allein getragen werden kann. Derartige Belastungen müssen Auswirkungen weit über den Bankenbereich hinaus haben. Wirtschaftliche Grundsätze können nicht außer Kraft gesetzt werden."

"Allein die neuen Eigenkapitalregeln Basel III stellen eine gewaltige Herausforderung dar, wofür die Banken zusätzliche Mittel im Ausmaß von zweistelligen Milliardenbeträgen aufbringen müssen. Durch die gleichzeitige Reform der Einlagensicherung (vorzufinanzierende Kosten von 3,5 Mrd. Euro), von Banken zu finanzierende Krisenvorsorgefonds, Bankensteuervorschläge unterschiedlicher Art auf europäischer Ebene und eine nationale Bankenabgabe, die weit höher ist als die entsprechende Abgabe in Deutschland, muss es zu einer Überforderung des heimischen Bankensektors kommen", betont der Bundesspartengeschäftsführer.

"Wenn nun auch noch die heimischen Banken als Steuereintreiber für den Fiskus im Bereich einer Kursgewinnbesteuerung verpflichtet werden sollen, dann halten wird das ganz einfach für nicht zumutbar", so Pichler abschließend. (AC)

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