Die Betonung liegt leider auf könnte (von Ralf Mosser)

Ausgabe 8. Nov. 2010

Klagenfurt (OTS) - Die Problemstellung ist relativ klar: Der Staat Österreich gibt mehr Geld aus, als er einnimmt. Die Problemlösung liegt auf der Hand: die Einnahmen steigern und die Ausgaben senken. Die Einnahmen zu steigern wird schwer. Zum einen ist man von der globalen Wirtschaftslage abhängig, zum andern verdienen 2,5 Millionen der unselbständig beschäftigten Österreicher so wenig, dass ihnen der Staat schon jetzt kein Geld mehr abknöpfen kann und der Rest stöhnt unter einer enormen Steuerlast. Bleiben also die Ausgaben. Man kann im Sozialbereich sparen und denen etwas wegnehmen, die ohnehin zu kurz kommen, man kann bei der Bildung sparen und die Zukunft aufs Spiel setzen, man kann im Gesundheitswesen sparen und den Weg Richtung Zwei-Klassen-Medizin einschlagen, oder man könnte endlich eine Strukturreform durchführen. Die Betonung liegt leider auf könnte.

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