Schmied in ORF-Pressestunde (2): Bis 2016 werden 80.000 neue Ganztagsschulplätze geschaffen

Gemeinsame LehrerInnenausbildung wird noch in dieser Legislaturperiode beginnen - Lehrerberuf muss attraktiver werden

Wien (OTS/SK) - Bis 2016 wird die Zahl der Ganztagsschulplätze in Österreich von derzeit 120.000 auf 200.000 aufgestockt - das stellte Bildungsministerin Claudia Schmied in der ORF-Pressestunde am Sonntag klar. "Das ist überhaupt das dringlichste Thema. Wir werden nicht im Bereich der ganztätigen Angebote sparen", so Schmied. Eine österreichweite Elternbefragung habe ergeben, dass es eine sehr große Nachfrage nach Ganztagsschulplätzen gibt. Und diesem Wunsch müsse man gerecht werden. "Mein Ziel ist es, die ganztätigen Schulangebote auszubauen", so Schmied, die Gemeinde- und Städtebund als wichtige Partner in dieser Frage nennt. ****

Klar sei, dass es qualitativ hochwertige Ganztagsplätze in "verschränkter Form" brauche in denen sich Schule und Freizeit abwechseln. Es wäre das "Idealbild", wenn jede Schule eine Partnerschaft mit Kunst- und Kultureinrichtungen eingeht und neben Lehrern auch andere Berufsgruppen mit pädagogischer Zusatzausbildung in den Ganztagsschulen tätig sind.

Gemeinsame LehrerInnenausbildung beginnt noch in dieser Legislaturperiode

Die Bundesministerin stellte klar, dass die gemeinsame LehrerInnenausbildung noch in dieser Legislaturperiode starten werde. "Hier gibt es einen gemeinsamen Regierungsbeschluss und den klaren Willen von Wissenschaftsministerin Karl und mir", so Schmied. Das Konzept solle noch in diesem Jahr fertig gestellt werden, 2011 gehe man dann an die Umsetzung.

Schmied sprach sich weiters erneut für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für neu eintretende Lehrer aus - hier sei man bereits in intensiven Vorbereitungsgesprächen. Als weiteres Ziel nannte die Bildungsministerin die Stärkung der Verantwortung an den Schulstandorten durch die Schulleiter. Im Zuge dessen müsse man auch über eine Anpassung der Gehälter diskutieren. "Ich bin für gute Gehälter für gute Leistung. Wir brauchen eine funktionsgerechte Bezahlung, wir brauchen attraktivere Gehälter", so Schmied, die darauf verwies, dass man sich künftig auch mit anderen deutschsprachigen Nachbarländern im Wettbewerb über die besten Lehrer befinden werde.

Deutschkurse in Schulen gesetzlich vorgesehen

Als zentrales Thema sieht die Bundesministerin die Förderung von Kindern, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Daher seien künftig Deutschkurse in Schulen gesetzlich vorgesehen. "Integration und Bildung müssen wir gemeinsam denken. Denn Integration funktioniert auch sehr stark über Bildung. Jedes Kind, dass in Österreich in die Schule geht, muss die deutsche Sprache gut beherrschen", so die Bildungsministerin. (Schluss) sv/up

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