FPÖ-Hackl: Chaos beim Wiener U-Bahn-Ausbau erinnert an Skylink

Mengen- und Kostenüberschreitungen bei der Verlängerung der U1 und der U2 sind skandalös

Wien (OTS) - "Das Chaos beim Ausbau der Wiener U-Bahn macht sogar dem Skylink-Fiasko Konkurrenz", erklärt der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Ing. Heinz Hackl nach Durchsicht des aktuellen Rechnungshofberichtes. Für ihn ist es völlig unverständlich, wie nach einer angeblich ordentlichen Projektierung 8 Mengenüberschreitungen von über 1000% passieren konnten. Als Beispiel führt er die Position des Spritzbetons an: "Als Sollmenge wurden 50 Kubikmeter veranschlagt, aber die tatsächliche Istmenge beträgt 1.974,36 Kubikmeter. Solche Fehlkalkulationen sind anscheinend nur in der Stadt Wien möglich", so Hackl.

"Dem nicht genug, gab es ja auch noch Probleme bei der Ausschreibung, bei der Angebotseröffnung und der Angebotskontrolle. Von der Umgehung der Gesetze und Richtlinien bei der Vergabe von Zusatzaufträgen will ich gar nicht reden", ärgert sich Hackl. Auch die unprofessionelle Arbeitsweise der Wiener Linien stößt ihm sauer auf: "Einerseits ist es der Inkompetenz der Verantwortlichen zu verdanken, dass es durch nicht rechtzeitig eingeleitete Enteignungsverfahren eine sechsmonatige Bauverzögerung gab, andererseits werden Leistungen doppelt verrechnet. Die Höhe ist, dass sogar Steuergeld verschenkt wurde, weil Pönaleforderungen nicht erhoben wurden." Auch die Frage, ob es überhaupt eine Kontrolle durch die Stadt Wien, des Infrastrukturministerium oder das Finanzministerium gab, sei noch zu klären.

"Zumal bei einer möglichen rot-grünen Koalition in Wien der Ausbau der Öffis ein Schwerpunkt sein wird, habe ich im Rechnungshofausschuss des Nationalrates meine Sorge darüber ausgedrückt, dass dies in der gleichen Art und Weise passiert wie bisher. Dann sieht es für den Steuerzahler nämlich finster aus", befürchtet Hackl.

"Eine konkrete Frage habe ich an die Wiener Linien: Wie kann es bei einer ordentlichen Projektierung und Ausschreibung zu solchen Mengen-und Kostenüberschreitungen kommen?" so Hackl abschließend.

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