FPÖ-Europaabgeordneter Obermayr: Herkunftslandprinzip im EU-Primärrecht verankern!

Österreich kann nicht Sammelbecken für Numerus clausus-Flüchtlinge sein

Wien (OTS) - "Nur, wer in seiner Heimat die Voraussetzungen erfüllt, soll auch an einer ausländischen Universität studieren dürfen! Dieser Grundsatz soll auch in das sogenannte EU-Primärrecht, also die EU-Verträge, die gewissermaßen die 'EU-Verfassung' bilden, aufgenommen werden", fordert FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr. "Dies habe ich bereits im Mai 2010 im EU-Parlament beantragt. Die ÖVP-Abgeordneten unterstützten diesen Antrag nicht, stellen aber heute ähnliche Forderungen auf."

Außerdem solle die Zulassung ausländischer Studenten an ein Verbleiben nach dem Abschluss geknüpft werden, nach Maßgabe des tatsächlichen Bedarfs. So könne man Engpässe bei den Absolventen vermeiden, und die teure Ausbildung würde auch dem Gastgeberland Österreich zu gute kommen: "Denn ein Student verursacht durchschnittlich Kosten von 150.000 Euro bis zum Ende seiner Ausbildung. Diese Kosten muss der österreichische Steuerzahler auch für die Ausbildung ausländischer Studenten tragen", so Obermayr. "Bei einer angenommenen Studiendauer von fünf Jahren ergeben sich pro Student jährliche Kosten von 30.000 Euro, was bei 20.000 ausländischen Studenten jährliche Kosten von 600 Millionen Euro verursacht! Mit dieser Summe könnte man einige der finanziellen Einschnitte, die gerade auf die österreichischen Studenten zukommen, entschärfen."

Seit 2001 habe sich die Zahl deutscher Studenten bei uns vervierfacht. "Heute studieren über 20.000 deutsche Staatsbürger an Österreichs Universitäten. Mittlerweile haben österreichische Unis den zweifelhaften Ruf, Sammelstelle für Numerus clausus-Flüchtlinge zu sein, und inzwischen grassieren Sprüche wie "In Deutschland ein Depp weniger, in Österreich ein Ingenieur mehr". Damit wird auch die eigentliche Funktion des Numerus clausus, durch Zugangsbeschränkungen das Niveau hochzuhalten und die Anzahl der Studenten den Bedürfnissen des Marktes anzupassen, untergraben", erklärt Obermayr. "Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die Hochschulpolitik nicht zentral von Brüssel aus kontrolliert werden kann. Die Einzelstaaten wissen genau, wie hoch ihr Bedarf ist, und können daher, wie Deutschland, Zugangsbeschränkungen einführen. Dieser Lenkungsmechanismus darf nicht von der EU untergraben werden!", fordert Obermayr.

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