• 05.11.2010, 13:02:03
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FPÖ-Europaabgeordneter Obermayr: Herkunftslandprinzip im EU-Primärrecht verankern!

Österreich kann nicht Sammelbecken für Numerus clausus-Flüchtlinge sein

Wien (OTS) - "Nur, wer in seiner Heimat die Voraussetzungen
erfüllt, soll auch an einer ausländischen Universität studieren
dürfen! Dieser Grundsatz soll auch in das sogenannte EU-Primärrecht,
also die EU-Verträge, die gewissermaßen die 'EU-Verfassung' bilden,
aufgenommen werden", fordert FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz
Obermayr. "Dies habe ich bereits im Mai 2010 im EU-Parlament
beantragt. Die ÖVP-Abgeordneten unterstützten diesen Antrag nicht,
stellen aber heute ähnliche Forderungen auf."

Außerdem solle die Zulassung ausländischer Studenten an ein
Verbleiben nach dem Abschluss geknüpft werden, nach Maßgabe des
tatsächlichen Bedarfs. So könne man Engpässe bei den Absolventen
vermeiden, und die teure Ausbildung würde auch dem Gastgeberland
Österreich zu gute kommen: "Denn ein Student verursacht
durchschnittlich Kosten von 150.000 Euro bis zum Ende seiner
Ausbildung. Diese Kosten muss der österreichische Steuerzahler auch
für die Ausbildung ausländischer Studenten tragen", so Obermayr. "Bei
einer angenommenen Studiendauer von fünf Jahren ergeben sich pro
Student jährliche Kosten von 30.000 Euro, was bei 20.000
ausländischen Studenten jährliche Kosten von 600 Millionen Euro
verursacht! Mit dieser Summe könnte man einige der finanziellen
Einschnitte, die gerade auf die österreichischen Studenten zukommen,
entschärfen."

Seit 2001 habe sich die Zahl deutscher Studenten bei uns
vervierfacht. "Heute studieren über 20.000 deutsche Staatsbürger an
Österreichs Universitäten. Mittlerweile haben österreichische Unis
den zweifelhaften Ruf, Sammelstelle für Numerus clausus-Flüchtlinge
zu sein, und inzwischen grassieren Sprüche wie "In Deutschland ein
Depp weniger, in Österreich ein Ingenieur mehr". Damit wird auch die
eigentliche Funktion des Numerus clausus, durch Zugangsbeschränkungen
das Niveau hochzuhalten und die Anzahl der Studenten den Bedürfnissen
des Marktes anzupassen, untergraben", erklärt Obermayr. "Dies ist ein
klares Indiz dafür, dass die Hochschulpolitik nicht zentral von
Brüssel aus kontrolliert werden kann. Die Einzelstaaten wissen genau,
wie hoch ihr Bedarf ist, und können daher, wie Deutschland,
Zugangsbeschränkungen einführen. Dieser Lenkungsmechanismus darf
nicht von der EU untergraben werden!", fordert Obermayr.

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