APA-OTS Politikanalyse: Regierung schnürt das Sparpaket wieder auf

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (29. Oktober bis 04. November 2010) erreicht Bundeskanzler Werner Faymann die erste Position. Vizekanzler Josef Pröll folgt auf Rang zwei, der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer belegt den dritten Platz.

Bundeskanzler Werner Faymann (Rang eins, 638 Nennungen) und Vizekanzler Josef Pröll (Rang zwei, 508 Nennungen) kündigen an, dass die Kürzungen für Familien und Studenten, auf die sich die Regierung bei der Budgetklausur geeinigt hat, doch noch abgemildert werden könnten. Noch im November wird es Gespräche zwischen der Regierungsspitze und den Interessenvertretungen geben. Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (Rang fünf, 236 Nennungen) und Finanzminister Pröll einigen sich schon jetzt darauf, dass die Studienbeihilfe für die 24- und 25-Jährigen nun doch nicht gekürzt wird. Die Studentenvertreter, die vehement gegen die Kürzungen der Familien- und Studienbeihilfe protestieren, sprechen von einem ersten Erfolg, wollen die Proteste aber weiterführen. Auch der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (Rang drei, 340 Nennungen), der seinen 61. Geburtstag feiert, spricht sich für eine Abmilderung der Belastungen für Familien aus. Außerdem kündigt Pühringer an, dass die Vorgabe des Bundes einer Neuverschuldungsgrenze der Länder von 0,6 Prozent ab 2011 nicht erfüllt werden könne. Ursprünglich wollte sich der Bund mit den Ländern in den letzten Wochen über das Sparpaket einigen, doch das Vorhaben scheiterte. Der oberösterreichische Landeshauptmann kritisiert auch das Vorhaben von Infrastrukturministerin Doris Bures (Rang vier, 264 Nennungen) den geplanten Linzer Westring durch ein billigeres Modell zu ersetzen. Das Argument, wonach die letzte Regierung den Bau zugesichert habe, lässt Bures mit Hinweis auf die Krise nicht gelten. Vizekanzler Josef Pröll stärkt seinem oberösterreichischen Parteifreund indes den Rücken. Die Bundes-ÖVP bekenne sich zum Bau des Westrings, so der Vizekanzler.

Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Alois Stöger, SPÖ (Rang sechs, 227 Nennungen); Christoph Leitl, WKÖ (Rang zehn, 172 Nennungen); Tina Widmann, ÖVP (Rang 15, 107 Nennungen); Franz Hiesl, ÖVP (Rang 16, 94 Nennungen); Peter Kaiser, SPÖ (Rang 17, 92 Nennungen); Wilfried Haslauer, SPÖ (Rang, 19, 76 Nennungen); Siegfried Nagl und Herbert Sausgruber, ÖVP (jeweils Rang 23, 70 Nennungen); Ernst Pechlaner, SPÖ (Rang 26, 63 Nennungen); Reinhold Lopatka, ÖVP (Rang 28, 60 Nennungen); Wolfgang Sobotka, ÖVP (Rang 29, 59 Nennungen).

In dieser Woche ist die ÖVP mit 17 Politikerinnen und Politikern in der Wertung präsent, die SPÖ mit neun. Die Grünen, die FPÖ und die FPK jeweils einen Akteur. Das BZÖ ist mit keinem Politiker in der Wertung vertreten. Außerdem unter den Top-30:
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.

MediaWatch-Report Politik

Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag. Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und
-politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

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