Stöger: Gesetzliche Rahmenbedingungen für Apothekenhotline in Begutachtung

Hotline für Blinde und Sehbehinderte ab 2011

Wien (OTS) - "Blinde und Sehbehinderte können ab 2011 besser Informationen über Arzneimittel einholen", freute sich Gesundheitsminister Alois Stöger über die geplante Hotline. Über die Kurzrufnummer 1455 gelangen die Anruferinnen und Anrufer in ein Call Center, welches Auskunft über die nächste dienstbereite Apotheke, deren Öffnungszeiten und den Weg dorthin gibt. Die Nummer soll aber auch als Arzneimittelhotline genutzt werden, wo Fragen zu Arzneimitteln (z.B. Wechselwirkungen, besondere Gefahrenpotentiale, Einnahmehinweise) durch Apothekerinnen und Apotheker rasch und kompetent geklärt werden können.

Ab 1.1.2011 soll das Projekt "ApoCall" starten, welches von der Apothekerschaft ins Leben gerufen und vom Gesundheitsministerium und dem Blindenverband von Beginn an unterstützt wurde. Vor allem blinde und sehbehinderte Menschen können sich unter 1455 rasch und unbürokratisch über Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten informieren.

Die Kurzrufnummer 1455 wurde bereits in der Kommunikationsparameter-, Entgelt- und Mehrwertdiensteverordnung 2009 der RTR festgelegt. Diese Woche ging der Entwurf der Apothekenbetriebsordnung in Begutachtung. Darin sieht das Gesundheitsministerium die Verpflichtung der öffentlichen Apotheken vor, an diesem Telefondienst mitzuwirken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Hotline flächendeckend und dauerhaft umgesetzt wird.

Neben fachlichen Informationen von Apothekerinnen und Apothekern, die während der Betriebs- und Bereitschaftsdienstzeiten, also rund um die Uhr, eingeholt werden können, ist es den Anruferinnen und Anrufern aber auch möglich, die nächste offene Apotheke und den Weg dorthin zu erfahren. "Durch dieses Serviceangebot können wir vielen Menschen das Leben erleichtern und ich bin davon überzeugt, dass diese Hotline insbesondere blinden oder sehbehinderten Personen eine wesentliche Verbesserung in der Versorgung bringen wird. Ich bin sehr froh, diese Initiative unterstützen zu dürfen", sagte Gesundheitsminister Stöger abschließend und betonte nochmals die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.

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