ÖGB-Ruprecht: Frauen bei Pensionen nicht benachteiligen

Korrekturen vor Beschlussfassung unumgänglich

Wien (OTS/ÖGB) - Die ÖGB-Frauen kritisieren die geplanten Veränderungen bei der Langzeitversichertenregelung ("Hacklerpension"), weil sie in der vorliegenden Form zu einer neuen Diskriminierung führen würden. "Wir müssen Diskriminierungen von Frauen abbauen, nicht den noch immer vorhandenen neue hinzufügen", sagt Brigitte Ruprecht, Bundesvorsitzende der ÖGB-Frauen.++++

"Wir begrüßen zwar, dass es bei der Langzeitversichertenregelung zu keinem vorzeitigen Ende kommt, wie das manche aus Politik und Wirtschaft wollten", sagt Ruprecht. "Für die Zeit nach 2013 sehen wir aber gerade auf Frauen große Benachteiligungen beim Zugang zur Hacklerregelung zukommen." Das Antrittsalter für Frauen wird in Jahresschritten so angehoben, dass bei Frauen der Jahrgänge 1962 bis 1. Dezember 1965 das frühestmögliche Antrittsalter zur Hacklerpension mit dem Regelpensionsalter zusammenfällt. "Das ist widersinnig, damit wird eine dritte Pensionsart geschaffen, die Frauen nicht im selben Ausmaß in Anspruch nehmen können wie Männer", kritisiert Ruprecht.

Das Zugangsalter von Frauen zur Hacklerpension wird rascher angehoben, als die Angleichung des Regelpensionsalters von Frauen an das der Männer voranschreitet. "Wir befürchten, dass das manche dazu verleiten könnte, auch die Anhebung des Regelpensionsalters für Frauen rascher und entgegen dem bisher vereinbarten Zeitplan voranzutreiben", sagt Ruprecht. "Die ständige Agitation, dass das Pensionssystem bald nicht mehr finanzierbar sein würde, geht genau in diese Richtung."

Der ÖGB wird in seiner Stellungnahme zum Budgetentwurf die Beseitigung dieser neuen Diskriminierung von Frauen verlangen.(nk)

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