Spitalsreform

Präsidentin Zwazl warnt vor unerwünschten Folgen

St. Pölten (OTS) - In der Debatte zur Spitalsreform meldet sich
nun auch die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) zu Wort. WKNÖ Präsidentin Sonja Zwazl warnt ausdrücklich vor den unerwünschten Folgen einer "falsch verstandenen Zentralisierung". Denn die Erfahrungen im Vergabewesen hätten ganz klar gezeigt, dass die regionale Wirtschaft bei großen Beschaffungsaufträgen eindeutig benachteiligt wird.

"Unsere Betriebe vor Ort haben bei einer Zentralbeschaffung ganz einfach kaum eine Chance, zum Zug zu kommen!", erläutert Zwazl. Im Falle einer Zentralisierung des Spitalwesens sei insofern die Gefahr sozusagen systemimmanent, dass die Spitäler ihre wichtige Funktion als Auftrageber für örtlichen Zulieferer nicht mehr erfüllen könnten. "Alle reden aber immer davon, wie wichtig es ist die regionalen Strukturen zu stärken, wie wichtig starke Regionen sind!"

Zwazl betont, dass die WKNÖ in jedem Falle großen Wert auf betriebswirtschaftliche Grundsätze lege. Aber es sei zweitrangig, ob eine Struktur groß oder klein sei - sie müsse passen. "Nur darauf kommt es an! In Niederösterreich haben wir mit der Landesklinikenholding die richtige Größe bereits gefunden." Das sei nicht zuletzt daran ersichtlich, dass das regionale Beschaffungswesen bei der Landesklinikenholding klaglos funktioniere. "Hier wissen die Verantwortlichen ganz genau, welche regional bedeutsamen Waren nach regionalen Gesichtspunkten zu vergeben sind". Was bei einer EU-weiten Ausschreibung im Lebensmittelbereich wohl kaum der Fall sein könne.

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