FPÖ-Haider zu Werkverträgen: Unternehmen brauchen Sicherheit

Aktion "Scharf" des Finanzamtes schadet auch dem Notarzt-System

Wien (OTS) - Als ungeheuerlich bezeichnete heute der freiheitliche NAbg. Mag. Roman Haider die Vorgehensweise des Finanzministeriums bei vielen Unternehmensprüfungen. Prüfer würden unumwunden zugeben, dass sie die Anordnung hätten "scharf zu schießen", um fehlende Steuereinnahmen auszugleichen, zeigte Haider in der gestrigen Sitzung des parlamentarischen Finanzausschusses auf.

Firmen, die Dienstnehmer mittels Werkvertrag beschäftigen und die in der Vergangenheit schon des öfteren von der Gebietskrankenkasse deswegen geprüft worden seien, würden nun auch noch von den Finanzbehörden geprüft, obwohl von der Krankenkasse die Rechtmäßigkeit der Werkverträge bestätigt worden sei. "Uns sind mehrere Fälle bekannt, wo die Finanz nun nach Jahrzehnten plötzlich ihre Einschätzung geändert hat und verlangt, dass die Werkverträge rückwirkend (!) in Angestelltenverhältnisse umzuwandeln seien. Und natürlich wird die Nachzahlung der Lohnabgaben auch verlangt; darum geht es ja bei dieser Aktion!", beschreibt Haider die Situation. Und weiter: "Unternehmen brauchen Rechtssicherheit bei der Kostenkalkulation. Stellt sich heraus, dass die Kalkulation wegen einer sich ändernden Meinung der Behörde falsch ist, kann dies -besondern in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen - Firmen in den Ruin treiben!"

Ein weiteres Beispiel für das überzogene Vorgehen der Finanz sei das Wiener Rote Kreuz, so der FPÖ-Abgeordnete. "In Zukunft dürfen das Rote Kreuz und andere Blaulichtorganisationen keine Notärzte mehr mit Werkvertrag beschäftigen, die Notärzte müssen 'fix' angestellt werden. In Wien sind auf Grund der Besonderheiten des Notarztsystems rund zwei Drittel der Notärzte über einen Werkvertrag beschäftigt. Bei einer zwingenden Anstellung wäre es vielen Ärzten nicht mehr möglich, als Notarzt zu arbeiten und die Kosten pro Notarzt würden sich verdoppeln. "Als gelernter Österreicher weiß man was das bedeutet: Stellen werden eingespart, weil sie nicht mehr leistbar sind und die Bevölkerung hat um die Hälfte weniger Notärzte in Wien", so Haider abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0008