Sechs ORF-Radio-Produktionen mit "Radiopreis der Erwachsenenbildung 2010" ausgezeichnet

Wien (OTS) - Die heuer zum 13. Mal vergebenen "Radiopreise der Erwachsenenbildung" gehen an Ina Zwerger, Albert Hosp, Georgia Schultze, Ulrike Wüstenhagen, Franz Tomandl und Franz Zeller von Ö1 und an Thomas Edlinger und Fritz Ostermayer von FM4. Die Preisverleihung findet am 27. Jänner kommenden Jahres im Wiener ORF-RadioKulturhaus statt.

"Dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Radiosendungen des ORF mit dem 'Radiopreis der Erwachsenenbildung' ausgezeichnet wurden, ist verdiente Anerkennung für das hohe journalistische Potenzial und die professionelle Arbeit der ORF-Radiomannschaft. Die ausgezeichneten Sendungen stehen für qualitätsvolle, nachhaltige Radioarbeit und sie zeigen, dass der Bildungsauftrag des ORF inhaltlich hervorragend in kreativen Gestaltungsformen umgesetzt wird.", gratuliert ORF-Radiodirektor Karl Amon den Preisträgern.

In der Sparte "Kultur" erhalten die Auszeichnung Ina Zwerger als Sendungsverantwortliche und Albert Hosp für die inhaltliche Gestaltung der "Radiokolleg"-Musikviertelstunde. Seit 1995 bietet diese Ö1-Sendereihe die Möglichkeit, in die Welt des Musizierens einzudringen, den Kosmos des Musikmachens kennenzulernen. Über alle Stilgrenzen und Genre-Schubladen hinweg wird durch Hörerlebnisse vermittelt, wann und wie Musik bewegt, warum bestimmte Popsongs so berühmt wurden, was einen Heavy-Metal-Fan ausmacht oder was eine Sonate ist.

Georgia Schultze wird in der Kategorie "Information" für ihre im Rahmen der Ö1-Reihe "Journal Panorama" ausgestrahlte Sendung "Verraten, versklavt und verkauft: Frauen als Ware" ausgezeichnet, in der sie sich mit dem Thema Menschenhandel auseinandersetzt. Weltweit werden zwei bis vier Millionen Menschen pro Jahr Opfer von Menschenhändlern, 80 Prozent von ihnen Frauen und Kinder, die dann oft als Zwangs-Prostituierte in reichen Ländern landen -Menschenhandel ist ein einträgliches kriminelles Geschäft.

In der Sparte Bildung/Wissenschaft erhält den nach dem ORF-Kurator und Erwachsenenbildner Eduard Ploier benannten Spartenpreis heuer Ulrike Wüstenhagen für das Ö1-Projekt "Ke Nako - Afrika jetzt!". Im Rahmen des zweimonatigen Ö1-Schwerpunktes beschäftigten sich mehr als 150 Sendungen und Beiträge mit Afrika, mit dem Ziel, einen genaueren Blick auf diesen Kontinent zu werfen, dessen nicht so bekannte Aspekte zu zeigen und möglichst viele Regionen aus den verschiedensten Blickwinkeln akustisch zu beleuchten, um Politik, Geschichte, Musik, Literatur, Religion, Gesellschaft und Alltag in den unterschiedlichen Ländern darzustellen.

In der Sparte "Sendereihen" geht die Auszeichnung an die Ö1-Reihe "Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft". Den Preis dafür erhält Franz Tomandl als Sendungsverantwortlicher. Die Reihe läuft seit 1984 in Ö1 und vermittelt über aktuelle Forschungsergebnisse das Wissen, das man braucht, um Mensch und Welt besser zu verstehen. Es werden aktuelle Ergebnisse geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung präsentiert und deren gesellschaftliche Auswirkungen analysiert. Ein wesentlicher Punkt dabei ist der interdisziplinäre Diskurs. Interpretationen von Weltbildern und Weltdeutungen, ebenfalls ein Schwerpunkt der Sendereihe, sollen den Hörern Orientierungshilfen für die ständig schneller wechselnden Zeitströmungen geben.

In der Sparte "Kurzsendungen" wurde Franz Zeller als Gestalter von "Digital.Leben" ausgezeichnet. Diese Ö1-Reihe, seit 2008 on air, berichtet über Entwicklungen im Bereich IT und neue Medien und bietet mit breitem Zugang allgemein verständliche Informationen mit Service-Charakter an. Die fünfminütige Sendeleiste thematisiert, was neue Technologien tatsächlich leisten können und betrachtet Innovationen auch von ihrer kulturellen und gesellschaftlichen Seite. Zu hören sind Informationen zu aktuellen Trends und Entwicklungen bei Produkten und Anwendungen digitaler Medien.

Die Auszeichnung in der Sparte Experimentelles/Interaktives erhalten ex aequo das "Ohrenblicke-Magazin" (Freier Rundfunk Salzburg) und Thomas Edlinger und Fritz Ostermayer für die FM4-Reihe "Im Sumpf". "Im Sumpf" ist Literarisches und Aktionistisches, das große und provokante kulturpolitische Feuilleton am Sonntagabend -ein Radiopflichttermin für interessierte Zeitgenossen. Die Lage der "Kulturnation" Österreich wird zum Ausgangspunkt für absurde Symposien, literarische Grenzgänge und musikalische Exkursionen in die Abgründe heimischen und internationalen Musikschaffens.

Eine aus sechzehn Personen bestehende Jury - neun Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner sowie sieben Journalistinnen und Journalisten - hat am 4. November 2010 zum 13. Mal den "Radiopreis der Erwachsenenbildung" vergeben. Eingereicht wurden 106 Produktionen, 42 vom ORF und 64 von acht freien und privaten Radiosendern. Der Preis wird von vier österreichweit tätigen Verbänden der Erwachsenenbildung - der ARGE Bildungshäuser, dem Büchereiverband, dem Volkshochschulverband und dem WIFI -gestiftet.(ih)

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