Prammer trifft Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta Besuch des Präsidenten von Timor-Leste im Hohen Haus

Wien (PK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer traf heute zu einem Gespräch mit José Ramos-Horta, der seit 2007 Präsident von Timor-Leste (Osttimor) ist, zusammen. Präsident Ramos-Horta,
einer der Friedensnobelpreisträger 1996, hält sich derzeit als Teilnehmer des 5. Wiener Nobelpreisträgerseminars in Österreich auf.

In ihren Begrüßungsworten betonte Prammer die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Timor-Leste. Österreich habe den Weg Timor-Lestes zu seiner Unabhängigkeit im Jahre 2002 und die Entwicklung, die das Land seitdem genommen
hat, mit Aufmerksamkeit verfolgt, sagte sie. Die Initiative,
einen Erfahrungsaustausch von NobelpreisträgerInnen zu ermöglich, bezeichnete Prammer als außerordentlich wertvoll.

Präsident José Ramos-Horta betonte, es sei nicht sein erster Besuch in Österreich, das zwischen 1995 und 1998 als
Gastgeberland für den Versöhnungsdialog Osttimors, der unter der Patronanz von UN-Generalsekretär Kofi Annan geführt wurde, fungiert habe. Timor-Leste habe in den letzten Jahren ein
erfreulich starkes Wirtschaftswachstum erlebt. Allerdings sei man von einem niedrigen Ausgangsniveau gestartet und brauche für die nächsten Jahre ein kontinuierliches Wachstum, um den
Lebensstandard der Bevölkerung anzuheben. Trotz eines späten Starts sei man aber auf gutem Wege, die Milleniumsziele der UNO
zu erreichen, bemerkte er. Möglich sei dies durch die Einnahmen
aus Öl- und Gasvorkommen. Diese würden in den Aufbau der Infrastruktur, in Sozialprogramme, in das Gesundheits- und in das Bildungssystem investiert, erläuterte Ramos-Horta. Es sei
gelungen, die Armutsrate und die Kindersterblichkeit signifikant
zu senken. Timor-Leste hoffe daher, in den nächsten Jahren die Voraussetzungen für einen Beitritt zu den ASEAN-Staaten zu erfüllen. Man pflege ausgezeichnete Beziehungen zu den Nachbarländern in der Region, aber auch zur EU. Sein Land gehöre zu den wenigen in Asien, die in der UNO-Vollversammlung
konsequent mit der Europäischen Union stimmen.

Nationalratspräsidentin Prammer zeigte sich erfreut über die dargestellte positive Entwicklung in Timor-Leste. Das
gegenseitige Verhältnis habe sich sehr positiv weiterentwickelt, sagte sie und brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass sich eine Kooperation zwischen den beiden Staaten auch auf
parlamentarischer Ebene ergeben werde. Übereinstimmung herrschte zwischen Prammer und Ramos-Horta, dass Investitionen in die
Bildung Priorität zukomme, da Bildung einen zentralen Faktor für den Aufbau und Erhalt einer stabilen und demokratischen
Gesellschaft darstelle. (Schluss)

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