GPA-djp: Erfolgreichen Weg kollektivvertraglicher Mindestlohnpolitik fortsetzen

Gesetzlicher Mindestlohn würde Gewerkschaften Gestaltungsmacht nehmen

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) zeigt sich sehr erfreut, dass ihre Forderung nach Durchsetzung eines Mindesteinkommens von 1.300,- Euro immer mehr Unterstützung auch von politischer Seite findet. "Wir sehen aber keine Veranlassung, vom bislang erfolgreichen Weg der kollektivvertraglichen Mindestlohnpolitik abzugehen. Aktuell wäre es insbesondere im Handel wichtig, breite Unterstützung für das Erreichen dieser Einkommensgrenze bei den Kollektivvertragsverhandlungen zu erhalten" erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer.++++

"So erfreulich die Unterstützung von gewerkschaftlichen Zielsetzungen ist, so problematisch ist die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn zu betrachten. Die Gewerkschaften würden dadurch einen wichtigen Gestaltungsspielraum verlieren. Durch den hohen kollektivvertraglichen Abdeckungsgrad ist diese Debatte in Österreich auch anders zu bewerten als in anderen Ländern und es kann niemand garantieren, dass ein Gesetzgeber immer im Sinne der Beschäftigten die Mindestnormen festsetzt", betont Proyer.

Anstatt jetzt eine neue Front zu eröffnen, sollte alles daran gesetzt werden, in wichtigen Kollektivverträgen, aktuell im Handel, das Ziel zu erreichen. "Die breite Unterstützung von zehntausenden Angestellten bei den aktuellen KV-Verhandlungen geben uns zusätzliche Kraft und Motivation", so Proyer. Im Bereich der GPA-djp liegen aktuell etwa 3/4 der Kollektivverträge und 85 Prozent der Beschäftigten über dem niedrigsten kollektivvertraglichen Mindestgehalt von 1.300,- Euro.

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