GPA-djp-Stein: Bei Hochschulen und Forschung sparen heißt die Zukunft aufs Spiel setzen!

Geplante Budgetkürzungen für Universitäten und Wissenschaft müssen zurückgenommen werden

Wien (OTS/ÖGB) - "Die geplanten Budgetkürzungen gehen eindeutig zu Lasten des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Österreich", kritisierte die Bundesgeschäftsführerin der GPA-djp, Dr. Dwora Stein heute im Rahmen des GPA-djp-Bundesforums. Die angekündigten Investitionen von jährlich 80 Mio. Euro in die Universitäten stellen keine "Offensivmaßnahme" dar, so Stein: "Diese Summe entspricht den erst im Frühjahr beschlossenen Kürzungen im Universitätsbudget, damit sind wir weit entfernt von einem international vergleichbaren Universitätsbudget von 2 Prozent des BIP." Laut einer Studie des Joanneum Research fehlen an den österreichischen Hochschulen in den kommenden Jahren alleine 600 Mio. Euro, die notwendig wären, um im Gerätesektor nachzurüsten.

Dramatische Folgen mit Hebelwirkung seien auch durch die geplante Streichung der Förderungen für die außeruniversitäre Forschung zu befürchten, so Stein weiter: "Wer in der europäischen Liga mitspielen will, der braucht nicht nur die wissenschaftliche Kapazität, sondern auch die finanzielle Basis dafür." Overheadkosten könnten nur sehr eingeschränkt aus auftragsbezogenen Projektgeldern finanziert werden, die angekündigte Streichung der Förderungen würde zur Schließung von Instituten und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen und von österreichischem Know-How führen. "Wissenschaftsministerin Karl und ihre KollegInnen in der Bundesregierung, deren Ressorts bis jetzt außeruniversitäre Forschungsinstitute und EU-Projekte mitfinanziert haben, sind dringend aufgefordert, die geplanten Kürzungen zu überdenken", so Stein abschließend: "Das Zudrehen dieses Geldhahnes würde alle erfolgreichen Bemühungen, die österreichische Forschung in den EU-Wissenschaftsraum zu integrieren, ad absurdum führen - bei Hochschulen und Forschung zu sparen heißt nichts anderes als die Zukunft aufs Spiel zu setzen!"

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