Budget: "Echte Reformen statt Schlumpfpaket"

Junge Wirtschaft warnt vor Scherben und Schulden

Wien (OTS/PWK848) - Die Ernüchterung der jungen Wirtschaftstreibenden ist auch zehn Tage nach Bekanntwerden der Budgetpläne der Regierung groß. Denn das Sparpotential bei Pensionen und Beamten sei nicht im geringsten gehoben worden. Ein weiteres Mal sei die Politik den Weg des geringsten Widerstands gegangen: gegen die Jungen und damit auch gegen die Zukunft, kritisiert man seitens der Jungen Wirtschaft (JW) den Unwillen zu wahren Reformen. Der große Steuerschock ist zwar ausgeblieben, sollten die notwendigen Reformen jedoch auch in den nächsten drei Jahren aufgeschoben werden, drohen bald noch schärfere Diskussionen.

"Verantwortung für die Zukunft beweist nur, wer nachhaltige Finanzierungsvorschläge macht, anstatt nur auf sein eigenes Börsel zu schauen. Die Sparpläne der Regierung haben glücklicherweise die Steuerschraube nicht weiter angezogen, doch ein Sparpaket ohne Reforminitiativen ist kein Zukunftssignal, " betont Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die JW fordert die Umsetzung der längst überfälligen Verwaltungsreform und endlich echte Einsparungen und Änderungen bei Verwaltung und Pensionen.

Roth: Enormes Sparpotential bei Pensionen und Verwaltung

Fakt ist: Österreich ist das Land mit der niedrigsten Erwerbsquote im Alter. Im Durchschnitt gehen Österreicher mit 58 Jahren in den Ruhestand und haben nur geringe Abschläge zu befürchten. "Wir wollen und dürfen nicht mehr länger Weltmeister bei den Pensionsausgaben sein. Fünf Milliarden Euro sollten eingespart werden und als Ansage an die Zukunft in Bildung, Forschung und Infrastruktur investiert werden", fordert Roth. Auch das immense Sparpotential in der Verwaltung müsse endlich genutzt und sinnvoll für eine nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden. Als eindeutig falsches Signal wertet Roth den Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen bei den Beamten: "Anstatt Bürokratie abzubauen, werden alte Pfründe gesichert - das ist mutlos und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack."

Klarer Fahrplan für Österreich gefordert

Ein solches "Schlumpfpaket" hätte auch vor den Wahlen beschlossen werden können, kritisiert Roth. "Wenn die Politik die heißen Eisen nicht bald anpackt und die Zeit bis zu den nächsten Wahlen nutzt, um Reformen und Erneuerung anzugehen, werden die Jungen nur Scherben und Schulden erben." Wer den Mut habe, das Paket wieder aufzuschnüren, müsse dies auch für nachhaltige Strukturänderungen nutzen, fordert Roth. Für die kommenden Jahre fordert die Junge Wirtschaft einen klaren Fahrplan für das Land: Investitionen in Forschung und Bildung, Einsparungen in der Verwaltung, und einen nachhaltigen Finanzierungsplan für das Pensionssystem. (ES)

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