Warnung: Auch bei Arbeit suchenden Jugendlichen soll gestrichen und gekürzt werden

ÖGJ: Sind 250.000 Armutsgefährdete unter 19 Jahren noch nicht genug?

Wien (OTS/ÖGJ) - "Die Jugendlichen waren die ersten Opfer der Wirtschaftskrise. Sie haben als erste ihre Jobs verloren, und sie haben keine Ersparnisse, auf die sie zurückgreifen könnten. Es darf nicht sein, dass diejenigen, die ohnehin schon geschwächt sind, auch noch das Sparpaket der Regierung auf ihre Schultern nehmen sollen", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Dass die Streichung der Familienbeihilfe den Studierenden 2.700 Euro im Jahr kosten soll, kann nicht oft genug wiederholt werden, aber, so Michlmayr, es gäbe noch weitere Opfer, von denen viel zu wenig die Rede ist: "Die Familienbeihilfe soll auch den Arbeit suchenden jungen Menschen zwischen 18 und 21 weggenommen werden, während zum Beispiel hohe Vermögen weiterhin genau gar nichts zur Budgetkonsolidierung beitragen müssen. Wir erwarten uns hier von der Regierung Lösungen, die sozial ausgewogen und im Sinne der betroffenen Jugendlichen sind."++++

Die Familienbeihilfen-Streichung trifft besonders AbsolventInnen von BMHS, etwa Handelsschulen und -akademien, die nach dem Schulabschluss auf Jobsuche gehen, aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Auch wenn ein Jugendlicher oder eine Jugendliche die Lehre abschließt, soll künftig gleich danach die Familienbeihilfe wegfallen. Bisher wurde sie in der dreimonatigen Behaltefrist weiterbezahlt - mit gutem Grund, so Michlmayr: "Denn diese Zeit ist dafür gedacht, dass sich die ausgelernten Lehrlinge um eine passende Stelle als ausgelernte Fachkraft umschauen können."

Die Gewerkschaftsjugend fordert eine Budgetkonsolidierung, die nicht unverhältnismäßig zulasten der Jugend geht. "Erst recht dürfen nicht jene Jugendlichen die Zeche bezahlen, die eine Lehre absolviert, währenddessen Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben, und im Zuge der Wirtschaftskrise als erste auf die Straße gesetzt wurden. Wer ausgerechnet bei jungen Menschen ohne Job spart, dem sind 250.000 armutsgefährdete Kinder und Jugendliche unter 19 offenbar noch immer nicht genug", so Michlmayr.

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