Handel: Breite Mehrheit der Beschäftigten unterstützt Forderungen der GPA-djp

Österreichweite Befragung bringt Dynamik in KV-Verhandlungen

Wien (OTS/ÖGB) - Die GPA-djp hat mittels einer Österreich weiten Befragung der Angestellten im Handel die diesjährigen KV-Verhandlungen zu einer Bewegung gemacht. Eine überwältigende Mehrheit unterstützt die Forderungen der GewerkschafterInnen nach 1.300 Euro Mindesteinkommen, fairer Abgeltung von Überstunden und Weiterbildung.++++

Für ihre Forderungen nach weit reichenden Verbesserungen für die Handelsangestellten hat sich die GPA-djp breite Unterstützung in den Reihen der Angestellten geholt. In einer bundesweiten GPA-djp-Aktionswoche wurden vom 11. bis 15. Oktober rund 100.000 Angestellte in Einkaufszentren, Einkaufsstraßen und Bahnhöfen zu den zentralen Themen ihrer Arbeitsbedingungen befragt.

Die Ergebnisse der Befragung wurden gestern Abend im Rahmen der Eröffnung des GPA-djp-Bundesforums verkündet. "Die Resonanz auf die Aktionswoche war gewaltig und hat unsere Erwartungen übertroffen", freute sich Franz Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereiches Handel in der GPA-djp. Die Rücklaufquote betrug 38 Prozent.

Konkret unterstützen 98,67 Prozent der Befragten die Forderung der Gewerkschaft nach einer fairen und pünktlichen Abgeltung der Mehr-und Überstunden sowie der Vor- und Nacharbeitszeiten; 97,84 Prozent fordern ein Mindesteinkommen von monatlich brutto 1.300 Euro (bei Vollzeit) im Handel; und 94,67 Prozent befürworten ein jährlichen Anspruch auf Weiterbildung für alle Beschäftigten von einer Woche.

"Die Anliegen der Beschäftigten werden von uns nun in den Kollektivvertragsverhandlungen auch umgesetzt. Die Arbeitgeberseite kann sich so einer breiten Bewegung nicht verschließen", erklärte Brantner.

Brantner weiter: "Wir haben durch die Befragung erreicht, die Angestellten stärker in die aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen einzubinden. Vielen ist klar geworden, dass die jährliche KV-Erhöhung nicht selbstverständlich ist."

Die Voraussetzungen für eine kräftige Gehaltserhöhung sollten gegeben sein: der Handel verzeichnete in den letzten Jahren trotz Wirtschaftskrise gute Umsätze. Das Lohnniveau in der Branche ist überreif für Verbesserungen. Vor allem Frauen, Teilzeitbeschäftigte und WiedereinsteigerInnen können von ihrem Gehalt vielfach nicht leben und sind auf zusätzliche Einkommen angewiesen. Auch die niedrigen Einstiegsgehälter sind den GewerkschafterInnen ein Dorn im Auge.

"Jetzt geht es darum, die ArbeitnehmerInnen fair am erwirtschafteten Wohlstand teilhaben zu lassen. Die vorerst 38.000 Antworten sehen wir als klaren Arbeitsauftrag!", bringt Franz Georg Brantner die Forderungen der GewerkschafterInnen in den laufenden Gehaltsverhandlungen auf den Punkt.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Barbara Lavaud
Tel.: 05 0301-21533
Mobil: 05 0301-61533
E-Mail: barbara.lavaud@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002