GPA-djp Frauenvorsitzende Fetik und Ministerin Heinisch-Hosek fordern mehr Transparenz und Fairness bei Fraueneinkommen

"Wir schauen genau hin, wenn es um die Einkommen der Frauen geht!"

Wien (OTS/ÖGB) - Anlässlich des gestrigen Bundesfrauenforums der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) forderten GPA-djp Frauenvorsitzende Ilse Fetik und Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek mehr Transparenz und Fairness bei Fraueneinkommen.++++

"Wir werden sehr genau hinschauen, wenn es um die Einkommen der Frauen geht. Mit den Einkommensberichten haben BetriebsrätInnen ein ganz zentrales Instrument zur Verbesserung der Transparenz in die Hand bekommen. Das gilt es jetzt mit Leben zu füllen", erklärten Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und die neu gewählte Frauenvorsitzende der GPA-djp Ilse Fetik. "Wir müssen die Einkommensunterschiede deutlich sichtbar machen, um sie beseitigen zu können!"

GPA-djp Frauenvorsitzende Fetik bekräftigte außerdem die Forderung nach einem kollektivvertraglichen Mindestgehalt von 1.300,- Euro bei den diesjährigen KV-Verhandlungen: "Ich kenne keine Vollzeitarbeit, die das nicht wert ist. Die Anhebung wäre eine zentrale Maßnahme im notwendigen Paket auf betrieblicher, kollektivvertraglicher und überbetrieblicher Ebene, um die Einkommensschere endlich schließen zu können!"

"Mit dem 'Nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung' nehmen wir die Hauptursachen der Einkommensunterschiede in Angriff: Steigerung der Vollzeitbeschäftigung, mehr Frauen in Führungspositionen und stärkere Diversifizierung bei Berufswahl und Ausbildungswegen. Um das umzusetzen, brauchen wir Frauen in der Gewerkschaft als starke Partnerinnen", appelliert Heinisch-Hosek an die anwesenden Arbeitnehmervertreterinnen.

Mit einem Einkommensnachteil der Frauen von über 25 Prozent liegt Österreich bei den Stundenlöhnen im EU-weiten Ranking an vorletzter Stelle und ist damit fast Schlusslicht in Europa. Ursachen für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere sind die überwiegende Beschäftigung von Frauen in Niedriglohnbranchen, auf dem Hilfs- und Dienstleistungssektor, die hohe Teilzeitquote sowie der geringe Anteil an Frauen in Führungspositionen.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Elisabeth Schnallinger
Tel.: 05 0301-21386
Mobil: 05 0301-61386
E-Mail: elisabeth.schnallinger@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001