Schilfschnitt am Oberen Mühlwasser

Ökologisch wichtige Maßnahme im Wiener Naturparadies startet

Wien (OTS) - Das Obere Mühlwasser im 22. Bezirk ist ein herausragendes Naturparadies inmitten Wiens. Hier haben eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren ihren Lebensraum. Vögel, Fische und Amphibien, wie zum Beispiel Frösche, finden inmitten dieses städtischen Gewässers lebenswichtige Brut- und Laichplätze. Da sich die Natur am Oberen Mühlwasser so unmittelbar erleben lässt, ist dieses als städtisches Naturdenkmal ausgezeichnete Erholungsgebiet bei den WienerInnen und Wienern auch besonders beliebt.

Allerdings sind laufende Arbeiten erforderlich, um das einzigartige Naturparadies Oberes Mühlwasser in seiner ganzen Vielfalt zu erhalten. Insbesondere ist es wichtig, das Verhältnis zwischen Schilfgürtel und Wasserfläche im Gleichgewicht zu halten. Deshalb beginnt die MA 45 (Magistratsabteilung 45 - Wiener Gewässer) am 8. November 2010 entlang des 900 Meter langen Uferabschnitts mit dem kontrollierten Schilfschnitt. Die Schnittarbeiten auf einer Schilffläche von 4.000 m2 werden mit einem speziellen Mähschiff durchgeführt. "Das uns für den Schilfschnitt zur Verfügung stehende Zeitfenster ist wegen der im kommenden Jahr wieder im Schilfgürtel brütenden Vögel eng. Die Arbeiten müssen deshalb jetzt erfolgen, in der brutfreien Zeit, und noch bevor eine Eisdecke das Obere Mühlwasser bedeckt," ergänzt Gerald Loew, Leiter der MA 45.

Schonender Schilfschnitt nützt dem gesamten Ökosystem

Die voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauernden Arbeiten folgen einem exakten Plan und werden in Abstimmung mit der MA 22 -Umweltschutz vorgenommen. Für jede Stelle des Uferbereichs ist genau festgelegt, welche Menge an Röhrichtpflanzen entfernt wird. Das garantiert, dass der Schilfgürtel so schonend wie möglich verkleinert wird. Dadurch bleibt das wichtige Ökosystem in seiner gesamten Vielfalt erhalten. Denn neben den im mannshohen Schilfgürtel nistenden und brütenden Vogelarten dient das Feuchtbiotop des Oberen Mühlwassers auch Jungfischen und Fröschen als natürlicher Lebensraum.

Eine im Auftrag der MA 45 durchgeführte Studie machte die Verlandungserscheinungen im Oberen Mühlwasser deutlich. Gerald Loew, Leiter der MA 45, erklärt: "Im Zuge der Studie wurden Luftaufnahmen aus den sechziger Jahren mit dem heutigen Verlauf des Schilfgürtels verglichen. Die Auswertung der Daten zeigte eine rasche Zunahme des Schilfbewuchses. Das gefährdet das ökologische Gleichgewicht zwischen Wasser und Land."

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