LR Anschober: nach Alarm-Gutachten muss Stilllegung von Risiko-AKW Isar Chefsache werden

Oö. Umweltlandesrat fordert Direktverhandlungen von Kanzler Faymann mit Kanzlerin Merkel

Linz (OTS) - Das Risiko-AKW ISAR1 weist neben den bisher bekannt gewordenen Schwächen wie dem fehlenden Schutz gegen Flugzeugabstürze und terroristische Angriffe, dem schlecht geschützten Brennelementelager sowie dem fortgeschrittenen Alterungsprozess der Anlage einen schweren Konstruktionsfehler im unteren Teil des besonders sicherheitsrelevanten Reaktordruckbehälters auf. Das ist die Kernaussage jenes neuen Gutachtens, das von acht österreichischen und deutschen Gutachter unter Leitung des Risikoforschers Prof. Wolfgang Kromp im Auftrag der Länder Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich erstellt wurde und von Umweltlandesrat Rudi Anschober gestern in Linz präsentiert wurde.

Anschober: "Die klare und alarmierende Aussage der Gutachter ist, dass dieser Konstruktionsfehler eine schwere Schwachstelle sei, die nicht nachrüstbar ist. Daher ist eine rasche Stilllegung der gesamten, veralteten Baureihe SWR69 erforderlich. Neben ISAR1 sind davon drei weitere AKW - Schwesterreaktoren von Zwentendorf - in Betrieb."

Anschober verweist darauf, dass laut Gutachter diese schwere Schwachstelle im Bereich des Reaktordruckbehälters mit fortschreitender Betriebszeit immer problematischer würde: "Dadurch ist gerade bei ISAR1 und den drei Schwesterreaktoren eine Laufzeitverlängerung völlig verantwortungslos. Ich appelliere daher an die österreichische Bundesregierung, auf Basis des neuen Alarm-Gutachtens statt der bisherigen Scheinaktivitäten sofort Direktverhandlungen auf Chefebene zu starten. Kanzler Faymann muss Kanzlerin Merkel auf Basis der nun sichtbar gewordenen akuten Risikosituation von der notwendigen Stilllegung überzeugen," so Anschober abschließend.

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Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag.a Sandra Urban, sandra.urban@ooe.gv.at, Tel. 0664 / 829 86 51, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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