FPK-KO Kurt Scheuch: Versachlichte Diskussion rund um die Kabeg notwendig!

Klagenfurt (OTS) - Die Vorkommnisse rund um den fristlos
entlassenen interimistischen Medizinischen Direktor des Klinikums Klagenfurt nimmt Kabeg-Aufsichtsratsvorsitzender FPK-Klubobmann Ing. Kurt Scheuch zum Anlassen um in diesem Zusammenhang einige Klarstellungen zu machen:
1. Dr. Matthias Angres wurde ohne Objektivierungsverfahren einzig und allein als vorübergehender Medizinischer Leiter des LKH-Neu bestellt.

2. In mehreren Kabeg-Protokollen geht klar hervor, dass Angres bei seinem Antritt die Zielvorgaben, welche der Aufsichtsrat einstimmig -auch mit SPÖ Stimmen - verabschiedet hat, einhalten wollte.
3. Die Amtszeit von Herrn Dr. Angres war von Anfang an zeitlich begrenzt. Auch das artikulierte der Aufsichtsrat mehrfach einstimmig und ist auch protokolliert.
4. Dr. Angres - und dies ist auch in den Protokollen nachweisbar -hat mehrfach erklärt, sollte er die Zielvorgaben nicht erreichen, bzw. zu anderen Erkenntnissen kommen als die im Aufsichtsrat getroffenen und vom Bundes- und Landesrechungshof bestätigten Erkenntnisse, würde er sofort und freiwillig kündigen.
5. Fakt ist auch, dass Angres weder in der Lage noch Willens war für das Krankenhaus essenzielle Programme umzusetzen - siehe zum Beispiel die Dokumentationspflicht von Ärzten. Alleine in diesem Bereich verliert das Klinikum Klagenfurt jedes Jahr Millionen an Euro-Beträgen.

Es sei nach kurzer Zeit klar gewesen, dass Angres vollkommen überfordert war und die Alternativkonzepte, die er vorlegte, in der Realität völlig unbrauchbar erschienen. Ginge es nach dem Willen von Angres würde das Geld - Sparsamkeit und vernünftiger Mittelumgang -vollkommen abgeschafft. "Damit gefährdete Angres nicht nur den Standort Klagenfurt, sondern das gesamte System der Kabeg insbesondere dezentrale Standorte und am Ende auch die Arbeitsplätze in der Kabeg. Denn wenn das System nicht mehr finanzierbar ist, wird es unmöglich es in der gewohnten Form zu erhalten. Sich schließlich noch als Märtyrer darzustellen kann wohl nur der eindeutig politischen Zugehörigkeit von Dr. Angres zum roten Lager zugeordneten werden", so Kurt Scheuch. Einem von Dr. Angres angestrebten Arbeitsprozess sieht Aufsichtsratsvorsitzender Scheuch mit großer Gelassenheit entgegen, da mannigfaltig dargestellt werden kann, welche Fehlentscheidungen hier getroffen wurden.

Von größter Wichtigkeit sieht Scheuch allerdings auch, dass nun Beruhigung in die politisch motivierte Diskussion rund um die Kabeg kommen muss. Scheuch wünscht sich eine versachlichte Diskussion insbesondere mit den betroffenen Ärzten und dem Pflegepersonal, die auf Grund von Fakten, Zahlen und objektiven Maßstäben geführt werden muss. Dieser Diskussionsprozess müsse auch völlig transparent und für jeden Beobachter nachvollziehbar sein, meint Scheuch. "Ein gegenseitiges aufeinander Zubewegen und eine gemeinsame Kraftanstrengung, die anstehenden Probleme zu lösen, ist das Gebot der Stunde. Dabei haben Eigendarsteller und Polittheater nicht den geringsten Platz, denn das Thema ist zu sensibel", schließt Kurt Scheuch.

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