Verkehrsfreigabe S 33 Donaubrücke St. Georg - Ein weiterer wesentlicher Teil des Regionenrings ist fertig gestellt

St. Georg (OTS) - Am Sonntag, 31. Oktober 2010 ist es soweit, nach drei Jahren Bauzeit wird die S 33 Donaubrücke St. Georg für den Verkehr frei gegeben. Unter Teilnahme von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, sowie dem Vorstand der ASFINAG, DI Alois Schedl und dem Generalsekretär des BMVIT DI Herbert Kasser, wurde am Samstag den 30. Oktober 2010 die inkl. Vorlandbrücken rd. 6,6 km lange Donaubrücke feierlich eröffnet.

Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll über die Bedeutung des Projektes: "Die Fertigstellung der S 33 Donaubrücke verbessert sowohl die Straßeninfrastruktur in Niederösterreich als auch die Lebensqualität für die BürgerInnen wesentlich. Dies ist einerseits notwendig, um die Erreichbarkeit des niederösterreichischen Zentralraumes zu optimieren und andererseits die Wirtschaftsachse Krems - St. Pölten zu stärken". Dr. Pröll weiter: "Es freut mich weiters, dass mit der Freigabe der Donaubrücke St. Georg nun eine spürbare Entlastung der Ortsdurchfahrten entlang der B 19 und der Kremser Donaubrücke stattfindet. Das bewirkt eine bedeutende Hebung der Wohnqualität in den Siedlungsgebieten." Der Bau der neuen Donaubrücke St. Georg brachte auch einen Aufwind am Arbeitsmarkt. "Während der drei Jahre Bauzeit, haben rd. 400 Personen an diesem Projekt gearbeitet. Noch nicht eingerechnet ist hier die Planungsphase, die ebenfalls Arbeitsplätze geschaffen hat", zeigt sich LH Pröll erfreut.

"Dieser neue Straßenzug ist nicht nur hinsichtlich Verkehrswirksamkeit und Sicherheit von Nutzen, auch volkswirtschaftlich ist die S 33 eine große Chance. Optimale Erreichbarkeit und gute Vernetzung der einzelnen Regionen, bedeuten eine langfristige Absicherung und die Stärkung von Wirtschaftsstandorten. Autobahnen und Schnellstraßen sollen einerseits regionale Impulsgeber für die lokale Wirtschaft sein, sie sollen aber auch Österreich im gesamteuropäischen Kontext als attraktiven Wirtschaftsstandort sichern", zeigte sich Generalsekretär DI Herbert Kasser von Seiten des BMVIT erfreut bei der Verkehrsfreigabe der Donaubrücke St. Georg.

DI Alois Schedl, Vorstand der ASFINAG zeigt sich über den früheren Fertigstellungstermin erfreut: "Mit der Eröffnung der S 33 Donaubrücke bereits Ende Oktober 2010, können wir knapp ein Monat früher als geplant eine wichtige Verkehrsachse für den Verkehr frei geben". Mit der S 33 Donaubrücke St. Georg wurde eine leistungsfähige, vierstreifige Verbindung zwischen der S 5 Stockerauer Schnellstraße und der S 33 Kremser Schnellstraße bzw. der A 1 West Autobahn geschaffen. "DI Schedl: "Diese neue Verbindung trägt maßgebend zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Aufrechterhaltung der Netzverfügbarkeit bei". Die ursprünglich mit 170 Mio. Euro angesetzten Baukosten für die S 33 Donaubrücke konnten auf insgesamt 150 Mio. Euro gesenkt werden. "Zwei maßgebende Punkte haben zu dieser Kostenreduktion beigetragen. Zum einen haben wir durch die Leistungsausschreibung in mehrere Baulose erreicht, dass auch mittelständische Betriebe beim Bau dabei waren, so wurde der Wettbewerb gefördert. Zum anderen, hatten wir ein Bonussystem, dass zur Anwendung kam, wenn umsetzbare Ideen von den ausführenden Firmen kamen, die zur Verbilligung der Baukosten beigetragen haben", erklärt DI Schedl abschließend. Mit der Freigabe der S 33 Donaubrücke St. Georg geht die erste Donaubrücke mit einer Zulassung für 300 t Schwerfahrzeuge in Betrieb.

Das Projekt S 33 Donaubrücke St. Georg

Die Trasse des insgesamt 6,6 km langen Projekts Donaubrücke St. Georg schwenkt im Bereich zwischen Wagram ob der Traisen und Hollenburg von der bestehenden S 33 Kremser Schnellstraße ab und quert anschließend im rechten Winkel die Donau. Im weiteren Verlauf führt die Trasse vorwiegend durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet östlich an Donaudorf vorbei und bindet nach der Querung des Kampflusses zwischen Grunddorf und Jettsdorf an die S 5 Stockerauer Schnellstraße ein.

Als Fahrbahnquerschnitt wurden zwei getrennte Richtungsfahrbahnen mit baulicher Mitteltrennung (Betonleitwand) errichtet. Jede der beiden 12,5 m breiten Richtungsfahrbahnen besteht aus zwei Fahrstreifen und einem Abstellstreifen. Der Anschluss sowohl an die S 5 als auch an die S 33 erfolgt mittels Knoten, bei denen alle Verkehrsrelationen möglich sind.

Entlang der Gesamttrasse wurden insgesamt 23 Brückenobjekte (inkl. Anschlussstellen und Durchlässe) hergestellt, wobei die Donaubrücke einschließlich der beiden unmittelbar anschließenden Vorlandbrücken mit einer Gesamtlänge von rd. 1,1 km das Herzstück der neuen Trasse darstellt.

Das Projekt im Zeitraffer

Seit Anfang 2008 waren bei allen drei Baulosen die Straßen- und Brückenbauarbeiten voll im Gang. Weiters wurde parallel an der Herstellung der Straßeninfrastruktur (Straßenentwässerung, Lichtwellenleiter, Absetz- und Versickerungsbecken, Pumpendruckleitungen etc.) gearbeitet.

Bei der Herstellung der beiden Pfeiler der Strombrücke wurde eine innovative, erstmals in Österreich angewandte Bauweise gewählt. Dabei wird der aufgehende Hohlpfeiler mit 30 m Länge, 5 m Breite und 14 m Höhe in Ufernähe auf einer schwimmenden Baustelle (Schiffsverband) hergestellt. Dieser Hohlpfeiler ist aufgrund einer dichten Bodenplatte schwimmfähig und wurde im Ganzen zum definitiven Standort eingeschwommen und abgesenkt. Danach wurde dieser ausbetoniert und die zur Tiefengründung erforderlichen Bohrpfähle hergestellt.

Diese innovative Gründung der beiden Strompfeiler wurde trotz schwierigster Verhältnisse (Eisstoß, Wellenschlag, Wasserstandsschwankungen) plangemäß zum Jahreswechsel 2008/2009 abgeschlossen. 2009 wurden die beiden Richtungsfahrbahnen hergestellt, wobei zwei Paar Freivorbaugeräte zum Einsatz kamen. Im Anschluss daran erfolgten die Brückenausrüstungsarbeiten wie etwa Tragwerksabdichtung, Randbalkenherstellung, Lärmschutzwände oder Leitschienen. Abschließend wurde der 360 m lange Rad- und Gehweg unterhalb der Kragplatte des Tragwerkes der Richtungsfahrbahn Wien hergestellt.

Am 30. Juli 2009 erfolgt der Tragwerksschluss am Südabschnitt der Donaubrücke. Am 26. November 2009 wurde dann der Brückenschluss vollzogen, wodurch die Brücke über die gesamte Länge begehbar ist. Den Abschluss der Brückenerrichtung bildet nun die Verkehrsfreigabe am 31. Oktober 2010.

Chronologie

15.12.2003 Einreichung Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) 02.02.2004 - 24.03.2004 Auflage der UVE in den fünf Standortgemeinden Traismauer, Krems, Gedersdorf, Grafenwörth und Grafenegg zur öffentlichen Einsichtnahme 01.02.2005 - 03.02.2005 Öffentliche Erörterung des Umweltverträglichkeitsgutachtens 18.10.2006 §4 Verordnung nach Bundesstraßengesetz 16.11.2007 Grundsteinlegung 19.11.2007 Baubeginn 31.10.2010 Verkehrsfreigabe

Daten und Fakten

Gesamtlänge 6,6 km davon Kolkschutz 60.000 m2 Donaubrücke 356 m Tragwerksabdichtungen 35.000 m3 Vorlandbrücke Süd 320 m Dammkörperschüttung 1.750.000 m3 Vorlandbrücke Nord 449 m bituminöser Belag 270.000 m2 Brückenbauwerke 23 Schüttung für Lärmschutzdamm 55.000 m3 Bohrpfähle 20.000 lfm Lärmschutzwand 39.000 m2 Beton 115.000 m3 Leitschienen 26.000 lfm Bewehrungsstahl 14.000 t Überkopfwegweiser 14 Stk.

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Alexandra Vucsina-Valla
Pressesprecherin Wien, NÖ, Bgld.
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