LR Ragger: Kampf dem Koma-Trinken

Land Kärnten verschärft Jugendschutzgesetz - neues Gesetz verbiete harte Getränke und Alkopops bis 18 Jahre

Klagenfurt (OTS) - Schluss mit lustig heißt es für Kinder -und Jugendliche in Kärnten. Der zuständige Ausschuss im Landtag hat diese Woche, den von Sozialreferent Landesrat Mag. Christian Ragger erarbeiteten Gesetzesentwurf zum Jugenschutzgesetz mit
den Stimmen von FPK und ÖVP beschlossen. Am kommenden Donnerstag folgt der Beschluss im Landtag.

Immer mehr randalierende Jugendliche, die sich bis zur Bewusstlosigkeit volllaufen lassen und dann mit
einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen. In Kärnten kein Einzelfall: Pro Woche landen mindestens zwei
unter 16- Jährige zur Ausnüchterung im Krankenhaus. Trotz Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz mussten sich die jungen Betrunkenen nicht vor Strafen fürchten. Meist wurden sie nur abgemahnt. Das werde sich jetzt ändern.

"Das neue Gesetz hat es in sich. Verstoßen Kinder- und Jugendliche gegen die Gebote, müssen sie je nach Schweregrad des Vergehens, bis zu 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Straßenkehren, beim Roten Kreuz oder in einer sozialen Einrichtung arbeiten", berichtet Ragger. Ein erzieherischer Effekt wurde bisher verfehlt, wenn
eine geringe Geldstrafe verhängt und noch dazu meistens von den Eltern gezahlt wurde. Weiters berichtet Ragger, was besonders den Liebhabern von Eristoff Ice & Co ein Dorn im Auge sein wird: "Für harte Getränke und Alkopops wird es ein generelles Alkoholverbot bis 18 Jahre geben."

Ebenfalls noch neu sei, dass junge Ranadlierer auch damit rechnen müssen, dass ihnen der Führerschein entzogen wird. "Wer andere prügelt, hat seine Emotionen nicht im Griff und stellt damit aufgrund seinens Aggressionspotenzials auch beim Lenken eines Fahrzeuges für andere eine Gefahr dar", sagt Ragger.
Durch private Securities und "Agents Provocateurs" werden Geschäfte und Lokale auf die Einhaltung des neuen Gesetzes geprüft.
1782 Mädchen und Burschen unter 18 Jahren sind heuer, schon straffällig geworden: Um diese Besorgnis erregenden Entwicklung entgegenzutreten, veranstaltete der Sozialreferent gemeinsam mit der Polizei einen Aktionstag unter dem Titel "Straffrei durch die Pubertät", wo Teenager Information und Abschreckung erfahren sollen. 620 Jugendliche besuchten diese Veranstaltung. Die nächste werde in Klagenfurt stattfinden.

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