BAT Österreich: Tabakindustrie ist weder Wohlfahrtseinrichtung noch Goldesel!

Warnung vor "Null-Effekt" statt 100 Mio. Mehreinnahmen

Wien (OTS) - "Die Verantwortung für eine steuergetriebene Preiserhöhung von 20 Cent und die zu erwartende dramatische Erhöhung des Schmuggels auf über 20% trägt die Politik und die Trafikantenvertretung, als Person ihr Obmann und Chefverhandler Peter Trinkl", reagiert Karin Holdhaus im Namen von BAT (British American Tobacco) Österreich auf die heutigen Aussagen von Peter Trinkl, die Industrie würde die Steuererhöhungen teilweise schlucken.

"Jeder in der Branche weiß, dass die angekündigten 100 Millionen Mehreinnahmen vom Schmuggel bzw. Einkauf in den günstigeren Nachbarländern aufgefressen werden. Diese Fakten zu ignorieren und dann von der Industrie zu erwarten, diese zu schlucken, ist unrealistisch und als Provokation zu deuten", so Holdhaus.
Bereits in den letzten beiden Jahren hat die Tabakindustrie Solidarität gegenüber den Trafikanten durch Zahlungen von rund 60 Millionen Euro im Rahmen eines Trafikantenrettungspakets gezeigt. "Jetzt wieder zu glauben, dass die Industrie den "Goldesel" spielt ist zu viel verlangt", weist BAT das Wunschdenken des Trafikantenobmannes zurück.

"Wir haben mehrfach vor den Auswirkungen einer hohen Steuererhöhung gewarnt. Wir haben auch an Hand von Beispielen anderer Länder dargelegt, dass nur eine moderate Steuererhöhung pro Jahr und gleiche Steuerbelastungen aller Preissegmente mittelfristig zu den gewünschten Mehreinnahmen von realistischen 70 bis 100 Millionen Euro pro Jahr für den Staat führen und somit zur Existenzsicherung der Trafikanten beitragen. 20 Cent sind jedenfalls alles andere als moderat. Je kleiner der Preisunterschied zwischen der teuersten und der günstigsten Zigarette wird, umso stärker wächst das subjektive Gefühl von Verteuerung bei den Konsumenten und damit die Bereitschaft sich die Zigarette "woanders" zu besorgen", so Holdhaus und hält weiter fest: "Wenn die Steuerbelastung so kommen sollte wie angekündigt, muss dies der Obmann vor seinen rund 7.000 Trafikanten rechtfertigen. Er muss beantworten, mit welchem Vorschlag er denn für die Trafikanten eingetreten ist. Der Industrie die Verantwortung hinschieben zu wollen ist ein "netter Versuch", wird aber nicht gelingen".

BAT glaubt weiterhin an eine gute Zusammenarbeit mit den Trafikanten: "Wir sitzen in einem Boot und sollten uns gerade in schwierigen Zeiten nicht auseinander dividieren lassen". Und appelliert an die Bundesregierung, sich nicht durch schöngefärbte Berechnungen von einzelnen Branchenteilnehmern oder "isolierten Schreibtischzahlen" täuschen zu lassen. Die Preissensibilität der ohnehin belasteten unteren Einkommen und die wachsende Bereitschaft zum Schmuggel bzw. Einkauf in Slowenien, Ungarn und Tschechien dürfe nicht unterschätzt werden. Immerhin fällt mit 31.12. dieses Jahres auch die 200 Stück Einfuhrlimitierung. "Dass der Staat Mehreinnahmen durch Tabaksteuererhöhungen generieren will und diese braucht, ist uns allen bewusst und verständlich. Es geht nur um das "wie", so BAT.

Abschließend wendet sich BAT in Richtung Gesundheitspolitik: Dass teure Zigaretten einen gesundheitspolitischen Lenkungseffekt haben sollen, ist ein allerseits beliebtes Argument. Es führt in der Realität jedoch nur im Promillebereich zu dem gewünschten Erfolg des Aufhörens. "Der Lenkungseffekt besteht zu 90% darin, dass die Raucher ihre Fahrzeuge Richtung Grenze lenken oder gar zu unkontrollierten gefälschten Zigaretten greifen", warnt Holdhaus.

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Mag. Karin Holdhaus
Leiterin Kommunikation, British American Tobacco Austria (GmbH)
Telefon:+43 (0)1 205 12 26 - 0
E-mail : karin_holdhaus@bat.com

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