FP-Matiasek: Einschränkungen beim Pflegegeld sind frauenfeindlich!

Wien (OTS/fpd) - Die geplanten Hürden und Einschränkungen bei der Leistung des Pflegegeldes seitens der rot-schwarzen Bundesregierung würden nicht nur die Pflegebedürftigen selbst sondern auch ganz massiv die Frauen treffen, so die Wiener FPÖ-Frauensprecherin LAbg. Veronika Matiasek.

Unter dem Vorwand der Missbrauchsbekämpfung werde nun der Sparstift so angesetzt, dass einerseits rund 10.000 Bedürftige gar nicht in den Genuss einer finanziellen Unterstützung kämen, andererseits 14.000 pflegebedürftige Menschen mit Stufe 1 von 154 Euro anstatt Stufe 2 von 284 Euro abgespeist würden. Das hieße im Klartext, so Matiasek, dass statt extern organisierter Betreuung wieder mehr an Pflegeaufwand auf die Angehörigen zukomme. Es sei Fakt, dass die Pflege und Betreuung betagter und kranker Angehöriger zu mehr als 80% von den Frauen geleistet werde. Diese würden nun entweder auf die Unterstützung durch Heimhilfen verzichten müssen beziehungsweise nicht einmal mehr eine kleine finanzielle Anerkennung für ihre oftmals zeit- und energieaufwändige Tätigkeit zum Wohle der Angehörigen erhalten.

Tausende betreuende und pflegende Menschen, in erster Linie Frauen, sorgen mit ihrem täglichen Einsatz neben Beruf und Kindern, oft unter Verzicht auf Urlaub und Freizeit dafür, dass Alte und Kranke in ihren eigenen vier Wänden verbleiben können und dadurch enorm viel an Kosten gespart wird, erinnert Matiasek. Keine Frage, Missbrauch müsse bekämpft werden, dann aber auf allen Ebenen und in allen Bereichen.

Gerade im Pflegebereich sei die Kontrolle sehr einfach, sie müsse nur durchgeführt werden. Den Rotstift zu Lasten von pflegebedürftigen und pflegenden Menschen, überwiegend Frauen, anzusetzen sei ein echter Skandal, so die FPÖ-Frauensprecherin abschließend. (Schluss) hn

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