JUGENDVERTRETUNG: Sieht so Generationengerechtigkeit aus?

Die BJV fordert die Bundesregierung auf, endlich auch mit der gesetzlich eingerichteten Interessenvertretung der Jungen zu verhandeln

Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung ist der heutige Tag bezeichnend für den Zustand der österreichischen Kinder- und Jugendpolitik: "Mit den SeniorenvertreterInnen fanden heute Verhandlungen über Pensionen ihren Abschluss. Wir, die gesetzlich eingerichtete Interessenvertretung der jungen Menschen, wurden in die Verhandlungen über das Budget in keiner Weise einbezogen", so Magdalena Schwarz, Vorsitzende der BJV. Die BJV erinnert die Regierung an das Bundes-Jugendvertretungsgesetz, wonach der BJV sozialpartnerschaftlicher Status zukommt: "Wir fordern Bundeskanzler, Vizekanzler und alle Mitglieder der Bundesregierung dringend dazu auf, die von der Regierung vorgesehenen inakzeptablen Einschnitte für die Jugendlichen aufzuheben und mit uns neu zu verhandeln", betont Magdalena Schwarz.

Kein Sanieren auf dem Rücken der Jungen!

Die BJV kritisiert neben mangelnden Strukturreformen im Bildungs-, Verwaltungs- und Pensionsbereich vor allem auch die Kürzungen im Zivildienst, die vorgesehenen Regelungen in der Universitätspolitik sowie die drastischen Kürzungen in der Familienbeihilfe. "Für die Gesellschaft wird die Umsetzung dieser Vorhaben nachhaltig negative Auswirkungen haben. Junge Menschen werden massiv in Armut und Isolation getrieben", so Schwarz. Das zeigt sie an einem einfachen Beispiel auf:
Ein 19-Jähriger HTL-Maturant entscheidet sich Jus zu studieren. Davor muss er den Zivildienst ableisten. Mit 20 darf er dann anfangen zu studieren und kommt in eine Studieneingangsphase. Dort wird dann festgestellt, dass er scheinbar nicht fürs Jus-Studium geeignet ist. Also wechselt er mit 21 sein Studium. Der Student ist immens unter Druck, muss er doch, um die Familienbeihilfe nicht zu verlieren, in weniger als Mindestzeit sein Studium beenden.
"Das ist nur ein Beispiel, das zeigt, wie massiv sich die Kürzungen auf das Leben junger Menschen auswirken. Die geplanten Regelungen sind sozial ungerecht, geben Jugendlichen noch weniger Chancen am Arbeitsmarkt und erschweren auch ehrenamtliches Engagement in einer Jugendorganisation enorm. Das ist für uns inakzeptabel. Wir warten nun auf eine Einladung zu Verhandlungen. Bis dahin werden wir uns bei sämtlichen Protesten gegen das Jugend-Sparket beteiligen", so Magdalena Schwarz abschließend.

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