vida-Kaske: 2 Prozent Lohnerhöhung in der Reinigungsbranche - 1.300 Euro Mindestlohn erreicht

Wien (OTS/ÖGB) - Die Bundesfachgruppe Reinigung, Wartung in der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida konnte in der vergangenen Woche die KV-Verhandlungen für die Beschäftigten in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung mit einem Lohnplus in der Höhe von 2 Prozent erfolgreich abschließen. Die Erhöhung der Löhne, Lehrlingsentschädigungen und Zulagen erfolgt ab 1. Jänner 2011. Lehrlinge, welche den "Praxistest" erfolgreich bestanden haben, erhalten zukünftig zusätzlich 300 Euro an Qualitätsprämie. Der Abschluss kommt rund 40.000 Beschäftigten in der Branche zugute.++++

Mit diesem Lohnabschluss konnte erstmals für die ArbeitnehmerInnen in der Reiningungsbranche auch die Forderung des ÖGB nach 1.300 Euro Mindestlohn durchgesetzt werden. "Die Reinigungsbranche wird immer wieder in einem Zug mit niedrigen Löhnen erwähnt", kommentierte vida-Vorsitzender Rudolf Kaske am Dienstag den KV-Abschluss. Die Reinigerinnen und Reiniger bilden eine der großen Berufsgruppen im Dienstleistungssektor - unter den Beschäftigten befinden rund 75 Prozent Frauen und auch viele ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund

"Umso erfreulicher erscheint es jetzt, dass gerade für die Beschäftigten im Reinigungsbereich der Mindestlohn in den KV-Verhandlungen erzielt werden konnte", erklärte Kaske weiter. "Diese Berufssparte ist somit eine der ersten Gruppen im Dienstleistungsbereich, für die 1.300 Euro brutto an Mindestlohn abgesichert werden konnten. Und das kommt einer kleinen Sensation gleich, wenn man bedenkt, dass dies trotz des nicht gerade hohen Ansehens, das dieser Beruf in der Öffentlichkeit leider nur genießt, umgesetzt werden konnte", freut sich der vida-Vorsitzende.

Zur laufenden Imagekampagne für die Berufe in der Denkmal-, Fassaden-und Gebäudereinigung stellte Kaske fest: "Mit dem KV-Abkommen über den Mindestlohn ist es uns gemeinsam mit der Arbeitgebervertretung gelungen, einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung des allgemeinen Niedriglohnimages der Branche zu setzen." "Wir sind auf dem richtigen Weg. Als Sozialpartner sind wir deshalb gut beraten, gemeinsam weiter an Verbesserungen hinsichtlich der arbeitsrechtlichen Bedingungen und des Lohnniveaus zu arbeiten", schloss Kaske.

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