Ärztekammer: Ende des Sparkurses im Gesundheitswesen notwendig

Dotierung des Kassenstrukturfonds entspricht nicht den Zusagen - bei noch weniger Geld drohen Leistungskürzungen

Wien (OTS) - Der geschäftsführende Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, nimmt zur Kenntnis, dass entgegen der ursprünglich kolportierten Absichten der Strukturfonds von der Bundesregierung nunmehr doch mit 40 Millionen Euro dotiert worden ist. "Wir glauben nicht, dass diese Summe ausreicht, um strukturelle Verbesserungen zu erreichen, aber es hätte noch viel schlimmer kommen können", kommentiert er die Ergebnisse der Budgetklausur.

Der Strukturfonds sei zwingend notwendig, um die Weiterentwicklung des Kassensystems voranzutreiben. "Das hatte die Politik erkannt und Mittel in der Höhe von 100 Mio. Euro aus dem Fonds zugesagt, sollten die Kassen ihre Finanzziele erreichen", so Wechselberger. "Was soll ich sagen: Letztere und besonders ihre Vertragspartner, die Ärzte, haben ihren Part der Übereinkunft eingehalten." Das jetzige Ergebnis entspreche hingegen nicht den Zusagen der Regierungsparteien.

Insgesamt glaubt Wechselberger, dass nunmehr ein Ende des Sparkurses im Gesundheitssystem erreicht sein sollte, wenn es keine Leistungskürzungen geben soll. "Wird die Schraube noch enger angezogen, wird die derzeitige Qualität unseres Gesundheitswesens nicht aufrecht erhalten werden können." (zk)

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