Neues Volksblatt: "Ungerecht" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 19. Oktober 2010

Linz (OTS) - Die Pension ist zum Jugendthema geworden. Viele Junge machen sich Sorgen, ob sie im Alter einmal genug zum Leben haben werden.
Die Pensionsfrage ist, wie man das heutzutage nennt, ein Megathema, und zwar für alle. Mit vielen Fragen, mit Ängsten und Unsicherheiten - und mit Sprengkraft für die Gesellschaft. Die Jungen, aber nicht nur sie, ärgern sich über Pensionsprivilegien in manchen geschützten Bereichen, sie sehen die Differenz zwischen dem gesetzlichen und faktischen Pensionsantrittsalter, aus welchen Gründen auch immer, und sie fordern Reformen. Völlig zu Recht. Mag schon sein, dass da und dort einer übers Ziel schießt; wie der JVP-Obmann, der den Pensionisten den Gürtel enger schnallen will, bis die Regierung ihre Reform-Hausaufgaben gemacht hat. Womit eine Gruppe für die Versäumnisse einer anderen in Geiselhaft genommen würde.
Tatsache ist und bleibt aber, dass es viel zu verändern gibt. Allerdings nicht, indem man eine Ungerechtigkeit mit einer anderen bekämpft!
Aber das wollen die Jungen in der ÖVP in Wirklichkeit auch nicht. Was sie aber wollen und mit Nachdruck fordern, ist ein gerechtes und auf Dauer finanzierbares Pensionssystem, in dem es sich nicht eine Gruppe auf Kosten der anderen gemütlich machen kann.

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