Berlakovich: Artenschutz braucht mehr denn je unseren intensiven Einsatz

10. UN-Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya - Schwerpunkte Artenvielfalt, Schutzgebiete und Benefit-Aufteilung

Wien (OTS) - "Das Artensterben geht weltweit trotz dem 'Internationalen Jahr der Artenvielfalt' ungebremst weiter. Von der UN-Artenschutzkonferenz erwarte ich mir einen gemeinsamen Schulterschluss der Vertragsstaaten, um die Zerstörung unseres Ökosystems endlich zu bremsen. Das Überleben unsere Gesellschaft und unserer Volkswirtschaften hängt davon ab", unterstreicht Umweltminister Niki Berlakovich die Bedeutung der Konferenz der Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD), die diese und nächste Woche in Nagoya (Japan) stattfindet. Ergebnis soll ein 20-Punkte-Plan mit konkreten Zielsetzungen bis 2020 sein. 8000 VertreterInnen aus 193 Ländern, darunter auch eine Delegation aus Österreich, diskutieren bei der Konferenz die Schwerpunktthemen Artenvielfalt, Erweiterung der Schutzgebiete und die Profit-Aufteilung durch die Medikament-Herstellung aus tropischen Pflanzen.

Umweltminister Niki Berlakovich treibt in Österreich seine Artenschutzkampagne "vielfaltleben" mit höchstem Engagement voran:
"Unsere effizienten Programme und Strategien zeigen vorbildlich, wie wirkungsvoll der Erhalt der Tier- und Pflanzenvielfalt auf nationaler Ebene umgesetzt werden kann. Wir verzeichnen deutlich höhere Brutquoten und häufigere Vorkommen gefährdeter Arten." In enger Zusammenarbeit mit den drei größten österreichischen Naturschutzorganisationen - Naturschutzbund, BirdLife und WWF -, einem Gemeindenetzwerk sowie dem Einsatz hochrangiger VertreterInnen aus Wirtschaft und Gesellschaft schafft es die bislang größte heimische Artenschutzkampagne, bis Ende 2010 den Lebensraum von mehr als 100 heimischen Arten zu verbessern.

Bei den UN-Verhandlungen in Nagoya soll neben der Verbesserung des Artenschutzes mit dem ABS-Protokoll (Access and Benefit-Sharing) eine Verteilungsgerechtigkeit beim Erlös aus biogenen Wirkstoffen erzielt werden. Pharmakonzerne müssten damit einen Teil des Gewinns durch Medikamente aus tropischen Pflanzen an das Ursprungsland abgeben. Entwicklungsländer hätten dadurch die Chance auf Zusatzzahlungen aus Industrieländern oder auf vertraglich geregelten Industrietransfer. Die Weltgemeinschaft berät darüber hinaus auch über den Vorschlag zur Ausweitung der Meeres- und Waldschutzgebiete sowie eine Reduktion von Subventionen an Industrienationen in der Landwirtschaft und Fischerei, die die Artenvielfalt gefährden.

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