Migration: Sozialpartner einigen sich auf Rot-weiß-rot-Card

Kriteriengeleitetes Zuwanderungsmodell für hochqualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten - Erleichterungen für ausländische Uni-Absolventen

Wien (OTS/PWK784) - Durch das kriteriengeleitete
Zuwanderungsmodell sollen gezielt gut qualifizierte Menschen aus Drittstaaten zu einem Zuzug nach Österreich motiviert werden. Dieses neue Modell ist eingebettet in ein Gesamtkonzept, in dem Aspekte wie Integration, frühzeitige Information und Bewusstseinsbildung eine wichtige Rolle spielen. Der Vorteil dieses Systems ist, dass klar dargelegt wird, welche Qualifikationen, Eigenschaften und sonstige Voraussetzungen von Zuwandernden erwartet werden.

Die Arbeitsmigration aus Drittstaaten nach Österreich soll aus drei Säulen bestehen und folgende Zielgruppen ansprechen:
1. Besonders hoch qualifizierte MigrantInnen.
2. Qualifizierte MigrantInnen mit Mangelberuf.
3. Qualifizierte MigrantInnen die Ersatzkraftverfahren durchlaufen.

Bei den besonders hoch qualifizierten Personen (Säule 1) handelt es sich um das international gefragte Toplevel an Zuwanderern, für die besonders attraktive Rahmenbedingungen gelten sollen. Die Sozialpartner schlagen deutliche Verbesserungen für Uni-Absolventen aus Drittstaaten, die in Österreich studiert haben, vor. Diese sollen, wenn sie ein adäquates Jobangebot haben, in Österreich bleiben dürfen, ohne das kriteriengeleitete Zuwanderungssystem durchlaufen zu müssen. Haben sie unmittelbar nach Abschluss ihres Studiums noch kein Jobangebot, dürfen sie weitere 6 Monate in Österreich bleiben, um sich einen adäquaten Job zu suchen (job seeker Visum).

Die Säulen 2 und 3 richten sich an MigrantInnen mit hoher und mittlerer Qualifikation und einem Beruf, der am österreichischen Arbeitsmarkt nachgefragt wird. Dieser Bedarf am Arbeitsmarkt ist dann gegeben, wenn entweder ein Mangelberuf vorliegt oder die offene Stelle nicht durch geeignete, am inländischen Arbeitsmarkt verfügbare Arbeitskräfte abgedeckt werden kann. Ein konkretes Arbeitsplatzangebot spielt ebenso eine Rolle wie Berufserfahrung, Sprachkenntnisse und Alter.

Damit schafft man ein hohes Maß an Transparenz sowohl für potenzielle Zuwandernde als auch für die Aufnahmegesellschaft. Zuwandernde sollen sich bereits in ihrem Herkunftsland über ein Informationsportal im Internet ein realistisches Bild über ihre Zuwanderungsmöglichkeiten, das Leben in Österreich und ihre Chancen am Arbeitsmarkt verschaffen können. Damit beginnt die Integration bereits im Herkunftsland. (TB)

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