"Wir wollen keine Willy Wonkers als RektorInnen"

Die Studierenden Österreichs setzen bei den morgigen Universitätsvollversammlungen ein Zeichen gegen die miserablen Studienbedingungen

Wien (OTS) - Gemeinsam mit anderen bildungspolitisch
interessierten Studierenden wird der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) an den Univollversammlungen an diversen Hochschulen teilnehmen. Die Liste der der Kritikpunkte und Forderungen von Seiten der Studierenden ist lang.

"Die österreichische Bildungspolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte hat zu Verhältnissen geführt, die genauso unerträglich sind wie vor vierzig Jahren, bevor Reformen implementiert wurden", so Natascha Strobl, Vorsitzende des VSStÖ Wien. "Mangels Handlungsbereitschaft der Regierung, sich den Problemen und Wünschen anzunehmen, ist es nur eine logische Konsequenz, dass wir Studierende auf die Straßen gehen", resümiert Strobl.

Das derzeitige Hochschulwesen zeichnet sich durch Zulassungsprüfungen vor und Selektionsprüfungen während des Studiums, durch ein intransparentes Anmeldesystem, Platzmangel in Vorlesungen und Seminaren, Frontalunterricht und Überbürokratisierung aus. Die fortschreitende Entdemokratisierung entzieht Studierenden jegliche Mitgestaltungsmöglichkeit.

"Der Druck, schnell zu studieren, steht über allem. Eine Studienverzögerung geschieht meist unerwartet und unverschuldet, zieht aber den Verlust staatlicher Beihilfen nach sich. Die soziale Lage verschärft sich, die Lebenskosten können nicht mehr gedeckt werden," kritisiert Strobl weiters.

Der Ruf nach Veränderung ertönt aktuell von Studierenden der Wirtschaftsuniversität Wien besonders laut, nachdem für den Zutritt zu Einstiegsvorlesungen hier das Vorweisen eines eigenen Tickets vonnöten ist.

"Studieren wir zur Glückssache. Badelt scheint nun sogar mittels Vergabe von "goldenen Tickets" junge Menschen vom Studieren abzuhalten. Wir wollen aber keine Willy Wonkers als RektorInnen, sondern wir brauchen Lehrende, die gemeinsam mit uns Studierenden für ein freies, demokratisches, kritisches und sozial gerechtes Hochschulwesen kämpfen", so Strobl abschließend.(Schluss)

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Kathrin Glösel (0699/155 66 803)

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