Für die Jugend muss mehr bleiben als ein Aschehaufen

Bildungsreform, Integrationspolitik, Generationengerechtigkeit gefordert

Bad Ischl (OTS) - (LJ/ÖGJ/JW) Die Vertreter der Zukunftsgeneration von Landjugend, Gewerkschaftsjugend und Junger Wirtschaft haben sich heute in Bad Ischl beim Sozialpartnergipfel getroffen.
Ziel war es, Schwerpunkte zu erarbeiten, die für eine nachhaltige Entwicklung der Interessen der Jugend von besonderer Bedeutung sind.++++

Als Forderungen zu den Kernthemen wurde Folgendes identifiziert:
O Mehr Investitionen in Bildung und in eine umfassende Bildungsreform: Bildungsausgaben sind als Basis für Produktivitätswachstum und Innovation eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Um der Nachfrage nach höheren Qualifikationen, insbesondere in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern, gerecht werden zu können und Fachkräftemangel vorzubeugen, sind Investitionen notwendig, um unser Bildungssystem auszubauen und weiterzuentwickeln. Dazu Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ): "Darüber hinaus soll lebenslanges Lernen in allen Bevölkerungsgruppen, vor allem aber bei der Jugend, von Beginn an gefördert werden."

Objektive Migrations- und Integrationspolitik:
Die Diskussion um das Thema Zuwanderung muss objektiver geführt werden, denn Migration ist eine Tatsache. Zuwanderung ist eine Möglichkeit, mit der demographischen Entwicklung in Österreich umzugehen, diese Chance muss genützt werden, um den weiteren Bestand unseres Gesundheits- und Sozialsystems finanzieren zu können. Migration muss positiv besetzt werden und zum Nutzen der gesamten Gesellschaft eingesetzt werden. Daher sollen Maßnahmen gesetzt werden, um die Akzeptanz moderner Migrations- und Integrationspolitik zu stärken und die in Österreich befindlichen Migrantinnen und Migranten besser zu integrieren. "Die Politiker sind in diesen Themen gefordert, rasch und effizient zu handeln. Sie dürfen den Jungen keinen Aschehaufen hinterlassen, sonder müssen das Feuer löschen!", bringt Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Österreich (JWÖ), die Problematik auf den Punkt.

Generationengerechtigkeit im Pensionssystem:
Markus Zuser, Bundesobmann der Landjugend Österreich, fasst die Ergebnisse der Diskussion zusammen: "Wir fordern Generationengerechtigkeit! Das Vertrauen der jungen Generation in das staatliche Pensionssystem muss gestärkt werden." Die Zukunftsgeneration ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und an einer nachhaltigen Umgestaltung des Pensionssystems mitzuwirken. Unisono fordern die Vertreter der Jugendorganisationen im Sinne der künftigen Generation: "Wir fordern vollstes Mitsprache- und Entscheidungsrecht der Vertreter der Zukunftsgeneration der Sozialpartner in sämtlichen relevanten Gremien."

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Florian Kräftner
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