Erfolgreicher 5. Wiener Alzheimertag im Rathaus

Wien (OTS) - Landtagspräsidentin Marianne Klicka eröffnete am vergangenem Samstag den fünften Wiener Alzheimertag im Wiener Rathaus. Dieser hat sich in den letzten Jahren zur größten europäischen Informationsveranstaltung zum Thema geistige Gesundheit im Alter entwickelt. Im Mittelpunkt des Publikumtages standen Aufklärung, Information und auch Enttabuisierung einer Krankheit.

2050 wird es in Österreich über 230 000 Menschen mit demenziellen Erkrankungen geben

Landtagspräsidentin Klicka betonte bei der Eröffnung: "Die zunehmende Lebenserwartung der österreichischen Bevölkerung wird zu einer enormen Zunahme von alten Menschen führen, die an geistigen Abbausymptomen leiden. Derzeit leiden in Österreich etwa 91.000 Personen unter einer demenziellen Erkrankung, 63.000 von ihnen an der Alzheimer-Krankheit. Bis zum Jahr 2050 wird diese Zahl auf 234.000 angestiegen sein." In Österreich betragen die jährlichen Kosten für die Versorgung Demenzkranker derzeit etwa 1,1 Milliarden Euro.

Etwa drei Viertel davon machen nicht medizinische Kosten aus, und einen Großteil dieser Kosten tragen die Angehörigen der Erkrankten selbst. Wie groß diese Belastung ist, wird ersichtlich, wenn der Gesundheitszustand der Betreuungspersonen betrachtet wird. Mehr als ein Drittel leidet an Depressionen, die Sterblichkeitsrate ist je nach Belastung gegenüber der Allgemeinbevölkerung um das Fünf- bis Siebenfache erhöht.

Klicka: "Informationen für Patienten und deren Angehörige sehr wichtig"

Beim hochkarätig besetzten Ärzte und Fachkräftesymposium "Demenz -Herausforderung in der Praxis" wird nicht nur über neueste Forschungsergebnisse, Diagnoseoptionen und moderne Therapieansätze diskutiert, auch Fragen zur Qualität in der Betreuung und Pflege oder die Angehörigenunterstützung wurden erörtert.
Klicka verwies in ihrer Eröffnungsrede ferner, dass Patienten und deren Angehörige Informationen und Anleitungen bräuchten, um das Management der Krankheit optimal leisten zu können. Neben Vorträgen und Infoständen sind auch Selbsthilfegruppen vertreten.

Preisträgerin Prof. Lotte Tobisch-Labotyn

Im Rahmen des Wiener Alzheimertages wurde der Alois-Alzheimer-Preis bereits zum fünften Mal verliehen, um herausragende wissenschaftliche, publizistische oder individuelle Leistungen zu würdigen. Als diesjährige Preisträgerin wurde Frau Prof. Lotte Tobisch-Labotyn ausgezeichnet. In den letzten Jahren engagierte sie sich verstärkt für soziale Projekte, unter anderem für die Aktion "Künstler helfen Künstlern" und die Österreichische Alzheimer Liga.

o Pressebilder: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=3792 www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=3795 (Schluss) hl

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